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Telekom zeigte erstmals Drohnen-Detektion live auf der Digital X

Die Telekom hat auf der Digital X in Köln erstmals öffentlich ihren Drohnen-Schutzschirm gezeigt. Der Konzern sei seit 2016 in diesem Sicherheitsbereich aktiv.
© Telekom

Auf der Messe habe die Telekom live Drohnen-Detektion mittels Radiofrequenz (RF) präsentiert. Ein Grossteil der Drohnen lasse sich erkennen, weil ein Pilot mit Funk-Fernbedienung steuere. RF-Sensoren machten Drohnen im Luftraum sowie den Piloten-Standort punktgenau sichtbar und lieferten für Kunden wie Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) wichtige Informationen etwa zu Modell und Funksteuerung.

RF-Sensorpartner seien Vorpal aus Israel und Senhive aus Belgien. Je nach Gelände, Anforderungen und Schutzbedarf des Kunden binde die Telekom zusätzlich Video-, Audio-, Remote-ID-Sensoren oder Drohnen-Radar ein. Künftig sollten 5G- und 6G-Mobilfunk Drohnen erkennen; die Telekom sei hier Wissenschaftspartner der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr und des Bundesforschungsministeriums.

«Die Bedrohung durch Drohnen ist leider real. Deswegen müssen wir jetzt reagieren und Bürgerinnen und Bürger sowie kritische Infrastruktur schützen. Die Technologien zur Erkennung und Abwehr sind da und bereits im Einsatz erprobt. Entscheidend ist, sie gemeinsam mit starken Partnern schnell zu einem sicheren, skalierbaren und wirksamen Gesamtsystem zu verbinden. Die Deutsche Telekom hat die Technologie, die Kompetenz und den Anspruch, einen zentralen Beitrag zur Sicherheit Deutschlands zu übernehmen”, sagt Ferri Abolhassan, Vorstandsmitglied für T-Systems und CEO T-Systems.

Passive Sensoren für Funkmasten und Stadtgebiete

Die von der Telekom eingesetzten RF-Sensoren arbeiteten passiv und sendeten kein aktives Suchsignal aus. Daher liessen sie sich auch an Funkmasten installieren, ohne sensible Mobilfunktechnik zu stören. Gleichzeitig sei das System mandantenfähig: Verschiedene Kunden mit kritischen Infrastrukturen in einem Stadtgebiet könnten die Sensoren gemeinsam nutzen, während jeder Kunde seinen eigenen Zugang zum System behalte.

Einfache Integration in Command & Control Systeme

Die RF-Sensoren liessen sich in kurzer Zeit flexibel in nahezu jede zentrale Command & Control (C2)-Software integrieren. Dank standardisierter Schnittstellen und offener Integrationskonzepte könne die Telekom Sensoren nahtlos in bestehende Führungs- und Lageinformationssysteme der Kunden einbinden. Für die hochsichere Übertragung der Sensordaten könne die Telekom auf LAN, Richt- oder Mobilfunk zurückgreifen; im Mobilfunk reserviere Network Slicing eigene Netzkapazität für missionskritische Daten.

KRITIS-Dachgesetz treibt Schutzmassnahmen

Das KRITIS-Dachgesetz verpflichte Betreiber kritischer Infrastrukturen zur Analyse aller relevanten Bedrohungen. Ergebe sich ein Risiko durch Drohnen, müssten Betreiber angemessene Massnahmen ergreifen. Kunden der Telekom seien neben Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben auch Flughäfen, Städte, Unternehmen und Liegenschaften von Streitkräften; aus Sicherheitsgründen mache der Konzern keine konkreten Angaben zu Kunden und Auftragsumfang.

Partnerschaft mit Rheinmetall

Für die Abwehr von Drohnen arbeite die Telekom mit Partnern zusammen, darunter Rheinmetall. Ziel der Partnerschaft sei ein sogenannter Multi-Threat-Protection-Ansatz, der Technologien für die Cybersicherheit sowie den physischen Schutz von Liegenschaften umfasse. Details der Zusammenarbeit wollten die Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Für Detektion und Abwehr kooperiere die Telekom je nach Schutzszenario bereits mit marktführenden Unternehmen wie Quantum Systems, Hensoldt, Proximus oder der DFS.

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