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Lesedauer 5 Min.

Weit mehr als ein Ring - smartes Wearable

Geht es nach der Technologiebranche, sind smarte Ringe «das nächste grosse Ding». Was die winzigen Gadgets können und welche Vor- und Nachteile sie haben, lesen Sie hier im Artikel.
Bild 1: Mitte 2024 ist Samsung mit dem Galaxy Ring ins Geschäft für smarte Ringe eingestiegen
© (Quelle: PCtipp.ch)

Eigentlich gibt es smarte Ringe schon seit über zehn Jahren. Doch spätestens seit Samsung 2024 den Galaxy Ring vorgestellt hat, sind die intelligenten Tracker in den Fokus der Allgemeinheit gerückt, Bild 1. In der Theorie sind smarte Ringe eine diskretere Alternative zu Smartwatches. Doch sind die kleinen Gadgets wirklich so gut, wie uns die Branche weiss machen möchte? Wir geben Ihnen einen ehrlichen Überblick.

Siehe auch: Samsung Galaxy Ring im Test

Was sind smarte Ringe?

Bild 2: Die Tracking-Daten eines Rings sind in speziellen Fitness-Apps einsehbar © Quelle: PCtipp.ch

Smarte Ringe sind kleine elektronische Geräte, die wie ein herkömmlicher Ring am Finger getragen werden. Sie sind allerdings mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet, die beispielsweise Bewegungen, Herzfrequenz, Schlafmuster und sogar die Körpertemperatur messen können.

Technologisch gesehen bieten sie die Funktionalität grösserer Wearables wie Fitness-Tracker oder Smartwatches, verpackt in einer minimalistischeren Form. Dank Bluetooth- oder NFC-Funktechnologie synchronisieren smarte Ringe die gesammelten Daten mit einer App auf Ihrem Smartphone, Bild 2. Dort können Sie die Ergebnisse einsehen und auswerten. Die vielen Tracking-Funktionen von smarten Ringen machen sie sowohl für den Alltag als auch für spezifische Gesundheits- und Fitnessbedürfnisse interessant.

Funktionen

Smarte Ringe bieten trotz ihrer Grösse eine Vielfalt an Funktionen, die von Gesundheits-Tracking bis zu smarter Steuerung reichen. Hier sind die wichtigsten Einsatzbereiche:

Gesundheits-Tracking

  • Herzfrequenz und Puls: Smarte Ringe messen Ihren Puls in Echtzeit und geben wertvolle Hinweise auf Ihre Herzgesundheit.
  • Schlafanalyse: Die Sensoren erfassen Ihre Schlafphasen, Schlafqualität und sogar Körperbewegungen während der Nacht, Bild 3. Die dazugehörigen Apps bieten oft individuelle Empfehlungen, wie Sie Ihre Schlafgewohnheiten verbessern können.

Bild 3: Schlafanalysen – wie hier in der Samsung-Health-App – können helfen, die Schlafqualität zu verbessern © Quelle: PCtipp.ch

  • Stressmanagement: Durch die Analyse der Herzfrequenzvariabilität (HRV) und anderer biometrischer Daten können die Ringe helfen, Stress besser zu erkennen und zu managen.
  • Körpertemperatur: Einige Modelle überwachen die Temperatur Ihres Körpers, was frühzeitig auf gesundheitliche Veränderungen hinweisen kann.
  • Fitness und Aktivität

    • Schrittzählung: Wie ein Fitness-Tracker zeichnen smarte Ringe Ihre Schritte auf und helfen Ihnen, Ihre täglichen Bewegungsziele zu erreichen.
    • Kalorienverbrauch: Sie erhalten eine grobe Schätzung über den Kalorienverbrauch, basierend auf Ihren Bewegungsdaten.
    • Trainingsüberwachung: Einige Modelle erfassen spezifische Fitnessmetriken, zum Beispiel Trainingsintensität oder Erholungsphasen.

    Technologische Features

    • Benachrichtigungen: Smarte Ringe können diskret vibrieren oder leuchten, um Sie unauffällig über eingehende Anrufe, Nachrichten oder Kalendereinträge zu informieren.
    • NFC-Zahlungen: Mit NFC-fähigen Modellen können Sie wie mit einer Smartwatch kontaktlos bezahlen – einfach durch eine Handbewegung über das Terminal.
    • Smart-Home-Steuerung: Einige Ringe ermöglichen die Steuerung von intelligenten Geräten, beispielsweise das Einschalten des Lichts oder das Öffnen von Türen.

    Spezielle Anwendungen

    • Frauengesundheit: Zyklustracking und frühzeitige Erkennung von hormonellen Veränderungen sind ein besonderes Feature einiger smarter Ringe.
    • Früherkennung von Krankheiten: Smarte Ringe können durch die Kombination verschiedener Gesundheitsdaten auch Anzeichen von Krankheiten wie Grippe erkennen, damit sie sich schonen können.

    Vorteile smarter Ringe

    Was zeichnet einen smarten Ring gegenüber einem Smartphone oder einem Fitness-Tracker speziell aus? Folgend nennen wir die grössten Pluspunkte:

    Diskretion und Komfort

    Im Vergleich zu Smartwatches oder Fitness-Trackern sind smarte Ringe kleiner und leichter. Sie fallen kaum auf und können bequem 24 Stunden getragen werden. Dank ihrer Robustheit können viele Modelle sogar beim Duschen anbehalten werden.

    Lange Akkulaufzeit

    Viele smarte Ringe bieten eine Akkulaufzeit von drei bis sieben Tagen, was länger ist als bei den meisten Smartwatches. Das Aufladen erfolgt in der Regel über eine magnetische Ladestation.

    Langlebigkeit

    Da smarte Ringe keine Bildschirme oder komplexen Prozessoren haben, sind regelmässige Hardware-Upgrades selten erforderlich. Ein gut gewähltes Modell kann problemlos mehrere Jahre genutzt werden.

    Einfache Integration

    © Quelle: PCtipp.ch

    Die meisten Ringe sind mit beliebten Plattformen wie Apple Health oder Google Fit kompatibel, Bild 4. So lassen sich Gesundheits- und Fitnessdaten nahtlos in bestehende Ökosysteme integrieren.

    Nachteile und Bedenken

    Trotz der Vorteile ist nicht alles Gold, was glänzt. So haben smarte Ringe auch Schwachstellen, die Sie kennen sollten.

    Funktionale Einschränkungen

    Smarte Ringe haben aufgrund ihrer kompakten Grösse keine Bildschirme. Die direkte Interaktion erfolgt daher ausschliesslich über die gekoppelte App. Sie müssen also immer Ihr Smartphone in die Hand nehmen, wenn Sie Ihre Tracking-Daten einsehen möchten. Zudem fehlen durch die kompakte Grösse oft Zusatzfunktionen wie GPS, die bei Smartwatches Standard sind.

    Datenschutz und Privatsphäre

    Ein wesentlicher Kritikpunkt smarter Ringe ist der Umgang mit sensiblen Daten.

    • Sicherheitsrisiken: Die Synchronisation der Daten über Bluetooth oder NFC ist potenziell anfällig für Hacking oder das Abfangen von Informationen.
    • Datenspeicherung: Oft bleibt unklar, wo und wie die gesammelten Gesundheitsdaten gespeichert werden. Manche Hersteller könnten diese für kommerzielle Zwecke verwenden oder an Dritte weitergeben.
    • Fehlende Transparenz: Viele Nutzer sind unsicher, wer Zugriff auf ihre Daten hat und wie diese genutzt werden. Es ist ratsam, vor dem Kauf die Datenschutzrichtlinien des Herstellers genau zu prüfen.

    Hier muss aber auch gesagt werden, dass diese Bedenken genauso für andere Tracking-Gadgets wie Smartwatches oder Fitnessarmbänder gelten.

    Teure Gadgets

    Smarte Ringe gehören zu den hochpreisigen Wearables. Die Einsteigermodelle beginnen bei etwa 200 Franken, während Premium-Modelle beinahe bis zu 500 Franken oder mehr kosten, Bild 5. Zudem erfordern einige Modelle ein Abonnement für erweiterte Funktionen. Damit kommen pro Jahr gerne noch einmal um die 70 Franken dazu.

    Bild 5: Neuere und hochwertige Ringe wie der Oura Ring 4, kosten auch mal über 500 Franken © Quelle: PCtipp.ch

    Und genau hier ist ein grosser Nachteil versteckt: Einige Ringe bieten ohne Abo einen so kleinen Funktionsumfang, dass sie praktisch nutzlos sind. So ist etwa der Anbieter Oura in der Vergangenheit deswegen in die Kritik geraten. Zwar gibt es Anbieter, etwa Samsung, die Ringe ohne Abo-Modell anbieten. Allerdings ist man dem Goodwill eines Herstellers ausgeliefert. Wenn dieser plötzlich entscheidet, nun doch eine Abo-Pflicht einzuführen, kann man nichts dagegen unternehmen.

    Siehe auch: Samsung Galaxy Ring im Test

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