Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Nanopartikel halten Spenderorgane frisch

UW-Wissenschaftler wollen Gewebeschäden an tiefgefrorenen Organen durch einen neuen, schonenden Auftauprozess verhindern. Ziel ist eine Erhöhung der Zahl möglicher Transplantationen durch langfristige Kryokonservierung.
© (Quelle: stable diffusion)

Forscher der University of Minnesota und der University of California Riverside haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich eingefrorene Organe langsam und vor allem gleichmässig auftauen lassen, ohne dass sich gefürchtete Eiskristalle bilden.

Stabmagnete als Wärmequelle

Die Flüssigkeiten, die vor dem Einfrieren in die Organe gespült werden, in denen sie bei einer Temperatur von minus 150 Gard Celsius eingefroren werden, enthalten Nanopartikel aus Eisen, praktisch winzige Stabmagnete. Werden die so präparierten Organe elektromagnetischen Hochfrequenzfeldern ausgesetzt, bilden sich in den Partikeln Wirbelströme, die sie erwärmen. Dies führt dazu, dass die menschlichen Ersatzteile gleichmässig aufgetaut werden.

Die Gefahr dabei ist, dass sich Nanopartikel-Cluster bilden, sodass die Erwärmung regional stärker ist als anderswo. Das würde die Organe ebenfalls zerstören. Um das zu verhindern, setzen die Forscher sie in einem bestimmten Stadium des Prozesses einem zweiten, diesmal statischen Magnetfeld aus, das die Nanopartikel neu verteilt. Damit bremsen sie die Erwärmung in den Bereichen, in denen sich Partikelklumpen gebildet haben, stärker als in den schwach besetzten Gebieten, weil die Magnetfelder die Wirbelströme dämpfen.

Kultivierte Zellen lebensfähig

Bei der Anwendung der Methode auf kultivierte menschliche Hautfibroblasten und auf Halsschlagadern von Schweinen haben die Forscher festgestellt, dass die Lebensfähigkeit der Zellen nach dem Wiederaufwärmen weiterhin hoch bleibt. «Die Möglichkeit, die Wiedererwärmung von Gewebe genau zu steuern, bringt uns der langfristigen Kryokonservierung von Organen und der Hoffnung auf mehr lebensrettende Transplantationen für Patienten einen Schritt näher», heisst es.

Forschung
Anzeige

Neueste Beiträge

«Sicherheit schafft Vertrauen auf digitalen Marktplätzen» - Mostafa Hassanin, SMG Swiss Marketplace Group
Millionen von Menschen in der Schweiz nutzen Online-Marktplätze wie Ricardo, tutti.ch, Homegate, ImmoScout24 oder AutoScout24. Mostafa Hassanin verantwortet als Group CISO/CSO der SMG Swiss Marketplace Group die Cybersicherheitsstrategie hinter diesen Plattformen. Dabei zeigt sich: KI wird dort eingesetzt, wo sie Risiken schneller erkennbar macht und den Schutz der Nutzer:innen konkret stärkt.
6 Minuten
«Wir sind ein internationaler Anbieter mit einer lokalen Seele»
Der Schweizer Markt für IT-Dienstleistungen gilt als anspruchsvoll und stark umkämpft. Dennoch sieht die Var Group erhebliches Wachstumspotenzial. Im Interview erklären Massimo Fumagalli und Sladjana Timotijevic, weshalb sie auf lokale Verankerung statt auf reine Grösse setzen und welche Rolle weitere Akquisitionen bei der Expansion in der Schweiz spielen sollen.
5 Minuten
Kurze Newsletter-Sommerpause - In eigener Sache
Vom 27. Juli bis zum 9. August macht die Computerworld-Redaktion eine kurze Newsletter-Sommerpause. Sie bekommen in diesem Zeitraum keinen Newsletter. Den nächsten Newsletter erhalten Sie dann wieder am 10. August.
2 Minuten
26. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Davos wird zur ersten Robot City Europas
Mehr als 50 Roboter aus Europa, China und den USA arbeiten derzeit mitten in Davos. Der erste Davos Tech Summit zeigt damit erstmals Robotik-Anwendungen im öffentlichen Raum. Fachleute diskutieren zudem über Physical AI, Cybersecurity und Europas Rolle in der Robotik.
2 Minuten
KI-Rechenleistung made in Switzerland - Supercomputer
Auf dem Innovationscampus uptownBasel ist der leistungsfähigste kommerzielle KI-Supercomputer der Schweiz in Betrieb gegangen. Die Anlage bietet Unternehmen, Forschung und Behörden Zugang zu Hochleistungsrechenkapazitäten.
4 Minuten
Schweizer Funk-Uhren haben deutsche Zeit - Zeitumstellung
Am Sonntag beginnt die Sommerzeit. Um 02.00 Uhr werden alle Uhren auf 03.00 Uhr eine Stunde vorgestellt. Viele Uhren erledigen dies automatisch. Aber wie eigentlich? Und sollte die Zeitumstellung nicht schon längst abgeschafft werden?
3 Minuten
27. Mär 2024
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige