Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Meta beendet Zusammenarbeit mit Faktenprüfern in den USA

Der Facebook-Konzern Meta hat umfassende Änderungen bei der Moderation von Online-Inhalten angekündigt. Mark Zuckerberg begründete dies in Video mit der Notwendigkeit, nach Jahren kontroverser Debatten über Inhalte und deren Regulierung neue Schwerpunkte zu setzen.
© (Quelle: Shutterstock/rafapress)

Die jüngsten US-Präsidentschaftswahlen hätten dabei einen «kulturellen Wendepunkt» markiert, erklärte Zuckerberg. «Wir werden zu unseren Wurzeln zurückkehren, Fehler reduzieren, unsere Regelwerke vereinfachen und die freie Meinungsäusserung auf unseren Plattformen wiederherstellen.»

Dafür werde der Konzern - zunächst in den USA - die Zusammenarbeit mit Faktenprüfern beenden und ein System ähnlich den «Community Notes» von X einführen. Seit 2016 setzt Meta auf ein Faktencheck-System, das unabhängige Organisationen in zahlreichen Ländern und Sprachen einbindet.

Änderungen bei Inhaltsrichtlinien

Ausserdem ist Zuckerberg zufolge geplant, die Inhaltsrichtlinien zu vereinfachen und etliche Beschränkungen bei Themen wie Migration und Geschlechterfragen aufzuheben, da diese laut Zuckerberg «nicht mehr im Einklang mit der öffentlichen Meinung» stünden. Auch die Durchsetzung der Regeln solle demnach reformiert werden: Geringfügige Verstösse würden künftig erst nach Nutzerbeschwerden geprüft, und Algorithmen sollen nur bei einer höheren Schwelle eingreifen. Zusätzlich wolle Meta politische und gesellschaftliche Themen wieder stärker in den Fokus rücken.

Ein weiterer Schritt sei die Verlagerung der Moderationsteams von Kalifornien nach Texas, um «die Wahrnehmung von Befangenheit zu reduzieren». Ausserdem plane Meta, gemeinsam mit dem designierten US-Präsidenten Donald Trump, «gegen Regierungen weltweit» vorzugehen, «die amerikanischen Unternehmen angreifen und darauf drängen, mehr zu zensieren» - auch in Europa. Die Neuausrichtung betreffe Facebook, Instagram und Threads.

Weisse Flagge für Trump?

Die angekündigten Änderungen erfolgen vor dem Hintergrund einer ideologischen Neuausrichtung innerhalb der Führungsetage des Konzerns. Passend zum bevorstehenden Machtwechsel in Washington hat der Konzern Joel Kaplan - einen ehemaligen Mitarbeiter des republikanischen Ex-Präsidenten George W. Bush - zum neuen Politik-Chef ernannt.

Beobachter sehen in diesen Massnahmen eine Reaktion auf die jahrelange republikanische Kritik an der Moderationspolitik und einen Versuch, das belastete Verhältnis zu Trump zu verbessern. Dieser hatte Facebook im Wahlkampf als «Feind des Volkes» bezeichnet und Zuckerberg scharf attackiert.

Facebook soziale Netzwerke
Anzeige

Neueste Beiträge

Itsyhome: das traute Heim im Blick im Apple Kosmos - Apple-Ecke
Apples hauseigene Home-App gilt nicht gerade als Vorzeige­modell unter den Steuerungen für die Heimautomatisierung.
2 Minuten
24. Okt 2026
Mathis Blöchlinger neuer Chief Investment Officer AXA Schweiz
Mathis Blöchlinger wird per 01. November 2026 neuer Chief Investment Officer (CIO) der AXA Schweiz. Er folgt auf Daniel Gussmann, der sich entschieden hat, eine neue Herausforderung ausserhalb der AXA Schweiz anzunehmen.
2 Minuten
25. Okt 2026
Sunrise schliesst Konsultationsverfahren ab
Anstatt des ursprünglich erwogenen Abbaus von bis zu 450 Stellen meldet Sunrise, dass dank des Konsultationsverfahrens nun 358 betriebsbedingte Kündigungen vorgenommen werden.
2 Minuten
25. Okt 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Thomas Meier gratuliert zu 40 Jahren Computerworld - Glückwunsch
Herzliche Glückwünsche zum 40-jährigen Jubiläum der Computerworld – Vier Jahrzehnte IT-Kompetenz und Innovation. Thomas Meier CEO, InfoGuard AG gehört zu den prominenten Gratulanten.
2 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige