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Schweizer Armee stärkt digitale Verteidigungsfähigkeit an NATO-Übung

Die Schweizer Armee nimmt an der multinationalen NATO-Interoperabilitätsübung CWIX 2026 teil, welche am 10. Juni im polnischen Bydgoszcz startet.
© Nato

In den kommenden drei Wochen arbeiten dort über 3500 Spezialistinnen und Spezialisten aus 41 Nationen gemeinsam an der Weiterentwicklung digitaler Fähigkeiten für multinationale Operationen. Der Fokus liegt auf der Vernetzung von Führungs- und Informationssystemen, sicheren Kommunikationslösungen und der Stärkung der digitalen Einsatzfähigkeit.

Die Übung «Coalition Warrior Interoperability eXploration, eXperimentation, eXamination, eXercise» (CWIX) gilt als zentrale Plattform zur Förderung multinationaler Interoperabilität. Die Schweizer Armee testet gemeinsam mit internationalen Partnern die Zusammenarbeit nationaler Systeme innerhalb multinationaler Führungsstrukturen. Beteiligt sind unter anderem Fachstellen des Kommando Cyber, des Kommando Operationen sowie Vertreterinnen und Vertreter von armasuisse und weiteren Informatik- und Systembereichen.

Fokus auf gezielten Informationsaustausch

Im Zentrum der Schweizer Beiträge stehen die Anbindung nationaler Führungs- und Informationssysteme an multinationale C4ISR-Strukturen sowie die Überprüfung interoperabler Kommunikationslösungen. Im Rahmen von CWIX 2026 werden Systeme und Fähigkeiten aus den Bereichen meteorologischer und geospatialer Datendienste, Weltraumlagebilder (Space Situational Awareness), künftiger IT-Core-Services sowie Simulations- und Modellierungsumgebungen für Führungs- und Einsatzprozessen getestet. In all diesen Bereichen werden Verfahren, Rollen und Technologien innerhalb der Federated Mission Networking (FMN) Community definiert und überprüft.

Besondere Aufmerksamkeit erhält der Bereich Weltraumoperationen. Die Integration satellitengestützter Echtzeit-Lagebilder zeigt die zunehmende Bedeutung digitaler Vernetzung und technischer Interoperabilität für militärische Operationen.

Internationale Zusammenarbeit gewinnt an Bedeutung

Neben 32 NATO-Mitgliedstaaten beteiligen sich auch Partnerländer wie die Schweiz und Österreich an der Übung. Durch die internationale Zusammenarbeit können gemeinsame technische Standards und Verfahren über Bündnisgrenzen hinweg weiterentwickelt werden.

Die Resultate von CWIX 2026 werden in den kommenden Monaten ausgewertet und in laufende Digitalisierungs- und Vernetzungsprojekte der Schweizer Armee integriert. Die Übung verdeutlicht erneut die zentrale Bedeutung sicherer Daten- und Kommunikationsinfrastrukturen für die multinationale Zusammenarbeit und die Verteidigungsfähigkeit im digitalen Raum.

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