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Lesedauer 3 Min.

E-Mail «Neue Sprachnachricht» ist Phishing

Betrüger versenden E-Mails, in denen sie behaupten, dass eine neue Sprachnachricht bereitstehe. Damit versuchen sie, an Zugangsdaten von persönlichen Benutzerkonten zu gelangen.

Hier sind die betrügerischen Nachrichten zu sehen.

© Cybercrimepolice

cybercrimepolice.ch der Kantonspolizei Zürich muss wieder eine Warnung aussprechen. Diesmal geht es um Phishing im Namen mit vermeintlichen Sprachnachrichten.

Die Betrugsmasche

Die E-Mails geben vor, von Swisscom oder einem Mailbox-Dienst zu stammen, und informieren über eine angeblich neue Sprachnachricht. Um diese anzuhören, sollen die Empfänger auf Schaltflächen wie «Nachricht abspielen», «Nachricht anhören», «Sprachnachricht abspielen» oder «Mitteilung öffnen» klicken. Die Betrüger verwenden dabei unterschiedliche Designs und Bezeichnungen wie «Sprachnachrichten-Zentrale», «Voicemail» oder «Audio-Postfach» und ergänzen die Nachrichten teilweise mit Telefonnummern, Zeitangaben oder einer angeblichen Nachrichtenlänge, um den Eindruck einer echten Benachrichtigung zu verstärken.

Wer dem Link folgt, gelangt nicht zu einer echten Swisscom-Seite, sondern auf eine betrügerische Webseite. Dort werden meist Zugangsdaten für E-Mail-Konten oder andere Online-Dienste abgefragt. In einem weiteren Schritt versuchen die Betrüger zudem, den Zwei-Faktor-Authentifizierungscode (2FA-Code) abzufangen, um die Konten zu übernehmen.

So werden die Nutzer in die Irre geführt.

© Cybercrimepolice

Was muss ich tun

  • Leiten Sie potenzielle Betrugs-E-Mails an Cybercrimepolice.ch weiter.
  • Ignorieren Sie das E-Mail und löschen oder verschieben Sie es in Ihren Junk- resp. Spam-Ordner.
  • Folgen Sie niemals Links aus E-Mails, SMS oder anderen Nachrichten bzw. Websites, da diese manipuliert oder optisch verändert sein können.
  • Geben Sie nie sensible Daten von sich preis, wenn Sie vorgängig keine gründlichen Abklärungen getätigt haben.
  • Im Zweifelsfall ist es ratsam, direkt beim betreffenden Dienstleister nachzufragen, um die Seriosität bzw. Legitimität der E-Mail zu klären.

Ich habe meine Daten preisgegeben

  • Ändern Sie sofort Ihr Passwort zum Account Ihres Providers sowie von weiteren Accounts mit denselben Login-Daten.
  • Nehmen Sie umgehend Kontakt mit Ihrem Provider auf.
  • Begeben Sie sich nach telefonischer Voranmeldung zu Ihrer örtlichen Stelle der Kantonspolizei und erstatten Sie Anzeige.
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