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Lesedauer 3 Min.

Wildix wertet Vertriebskommunikation mit KI aus

Eine neue Plattform soll Gespräche, Chats und Meetings systematisch auswerten. Ziel ist es, Vertriebsprozesse datenbasiert zu steuern und Erkenntnisse aus der täglichen Kommunikation nutzbar zu machen.

KI-Tools sollen Gespräche im Vertrieb analysieren und auswertbar machen

© DALL-E

Mit «Revenue Intelligence» erweitert Wildix seine UCaaS-Plattform um Analysefunktionen für vertriebsrelevante Kommunikation. Im Kern geht es darum, Inhalte aus Anrufen, Meetings und Chats strukturiert auszuwerten und daraus verwertbare Informationen für das Vertriebsmanagement abzuleiten.

Kommunikation wird zur Datenquelle

Vertriebsteams führen täglich eine Vielzahl an Gesprächen mit Kunden, ohne dass die darin enthaltenen Informationen systematisch erfasst werden. Genau hier setzt der Ansatz von Wildix an: Kommunikation soll nicht nur dokumentiert, sondern analysiert und in einen grösseren Kontext eingeordnet werden.

Die Plattform erfasst dazu sowohl Inhalte aus aufgezeichneten Gesprächen als auch Metadaten aus nicht aufgezeichneten Interaktionen. Ergänzt wird das durch automatische Transkripte und KI-gestützte Auswertungen. Auf dieser Basis entsteht ein durchgängiger Überblick über Aktivitäten im Vertrieb, und das von der ersten Kontaktaufnahme bis zum Abschluss.

Ziel ist es, wiederkehrende Muster sichtbar zu machen, etwa typische Einwände, Gesprächsverläufe oder Verzögerungen im Verkaufsprozess. Vertriebsverantwortliche sollen so besser nachvollziehen können, an welchen Stellen Deals ins Stocken geraten und wo Optimierungspotenzial besteht.

Analyse per Spracheingabe

Ein zentrales Element der Lösung ist die Auswertung in natürlicher Sprache. Mit «Ask Wilma AI» können Nutzer Fragen direkt an die Datenbasis stellen, etwa zu häufig genannten Einwänden oder offenen Aufgaben aus Meetings. Die Plattform liefert daraufhin zusammengefasste Ergebnisse über verschiedene Kommunikationskanäle hinweg.

Parallel dazu lassen sich individuelle Dashboards per Texteingabe erstellen. Statt Kennzahlen manuell zu definieren, genügt ein Prompt, um Visualisierungen etwa zur Gesprächsqualität oder zu Redeanteilen zu generieren. Der Ansatz zielt darauf ab, Analysefunktionen auch für Nutzer ohne BI-Know-how zugänglich zu machen.

Einordnung im UC- und CRM-Umfeld

Funktional bewegt sich Revenue Intelligence zwischen klassischem Call-Tracking, CRM-Auswertung und Business Intelligence. Der Unterschied liegt vor allem in der direkten Integration in die Kommunikationsplattform. Daten entstehen dort, wo Interaktion stattfindet, und müssen nicht erst in externe Systeme übertragen werden.

Damit folgt Wildix einem Trend, der sich derzeit in vielen Bereichen des Vertriebs zeigt: Kommunikation wird zunehmend als eigenständige Datenquelle verstanden. KI-gestützte Auswertung soll helfen, diese Daten in Echtzeit nutzbar zu machen, etwa für Forecasts, Coaching oder die Priorisierung von Leads.

Offen bleibt dabei, wie belastbar die automatisch generierten Erkenntnisse im Alltag sind. Entscheidend wird sein, wie gut die Systeme Kontext verstehen und wie präzise sie Gesprächsinhalte interpretieren können. Auch Themen wie Datenschutz und Akzeptanz im Vertrieb spielen eine Rolle, insbesondere bei der Auswertung von Gesprächsdaten.

Fokus auf kommunikationsgetriebene Teams

Die Lösung richtet sich laut Anbieter vor allem an Organisationen mit stark kommunikationsgetriebenen Prozessen. Dazu zählen klassische Vertriebsteams ebenso wie Customer-Success- oder Service-Einheiten. Besonders relevant dürfte der Ansatz für Unternehmen sein, die bereits stark auf digitale Kommunikationskanäle setzen.

Revenue Intelligence wird derzeit zunächst intern bei Wildix eingesetzt und soll in den kommenden Wochen auch für Partner und Kunden verfügbar werden.

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