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Analysten: Günstige Smartphones werden für Hersteller unrentabel

Die steigenden Preise für Speicherchips machen Smartphones in der Klasse unter 400 US-Dollar in der Herstellung zu teuer. Entsprechend sollen laut den Analysten von Omdia die Verkäufe dieses Jahr einbrechen.
Bunte Smartphones
© ChatGPT

Die stark gestiegenen Preise für Speicherchips sowohl für den Arbeits- (DRAM) als auch den Datenspeicher (NAND) wirken sich zunehmend negativ auf die Smartphonehersteller aus. Eine Analyse von Omdia hat nun die Auswirkungen auf den Markt untersucht. Demnach wird angesichts weiter steigender Kosten die Herstellung von Geräten der Einsteiger- und unteren Mittelklasse, die weniger als 400 US-Dollar kosten, weitgehend unrentabel.

Siehe auch: Warum Hardware-Preise jetzt und weiter explodieren

Insgesamt sollen die Verkäufe in diesem Segment dieses Jahr um 22 Prozent zurückgehen, während Geräte über 400 US-Dollar um 5,7 Prozent zulegen können. Für den Gesamtmarkt bedeuten diese Zahlen dennoch einen Rückgang von 12 Prozent für das Jahr 2026 gegenüber 2025.

Während die Kosten für Speicher bei teureren Geräten weniger ins Gewicht fallen, ist das in der Einsteigerklasse anders: So betrug der Anteil der Materialkosten (Bill of Materials, BOM) im ersten Quartal 2026 für Speicherchips bei Geräten dieser Preiskategorie rund 60 Prozent. Im dritten Quartal 2025 waren es noch etwa 32 Prozent. Der Kostenanteil hat sich damit in diesem Zeitraum nahezu verdoppelt. Im Bereich der Smartphones unter 99 US-Dollar lag der Kostenanteil sogar bei 64 Prozent, während er im Premiumsegment über 800 US-Dollar nur bei 26 Prozent lag.

Laut den Analysten steuern die Hersteller gegen, indem sie bei anderen Komponenten wie Display-Panels, Sensoren oder Modems sparen, die gut verfügbar sind. Allerdings böten gerade die günstigen Modelle hier schon jetzt wenig Spielraum. Bei teueren Geräten sei dagegen bereits sichtbar, dass weniger hochwertige Displays, weniger oder mit schwächeren Sensoren ausgestattete Kameras oder langsamere Prozessoren verbaut würden.

Als Reaktion auf die Entwicklungen haben viele Hersteller auch die Verkaufspreise erhöht, was allerdings die besonders preissensitiven Käufer in dieser Klasse zu einem Verzicht auf Neukäufe bewegen dürfte. Andere Hersteller wie Nothing verzichten dieses Jahr auf ein neues Gerät in der unteren Preisklasse. Omdia rechnet hier für den Lauf des Jahres mit weiteren Aussteigern aus diesem Segment.

Smartphone Marktanalyse
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