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ETH-Bereich: Strategischen Ziele 2024 wurden fast alle erreicht

Der Bundesrat hat sich mit dem Geschäfts- und Finanzbericht des ETH-Rates über den ETH-Bereich 2024 befasst. Die Anzahl der Studierenden und Doktorierenden stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent. Die gesetzten Ziele wurden mit wenigen Ausnahmen erreicht.
Das Hauptgebäude der ETH Zürich.
© (Quelle: ETH Zürich / Gian Marco Castelberg)

Die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen bieten eine Lehre von hoher Qualität an, die bei den Studierenden eine grosse Nachfrage erfährt. So hat die Anzahl der Studierenden und Doktorierenden 2024 gegenüber dem Vorjahr erneut zugenommen (+3,6%). Am stärksten war der relative Zuwachs in der Informatik und Kommunikationstechnologie (+5,1%). Absolut gesehen, bilden die Ingenieurwissenschaften mit knapp 11'000 Studierenden und Doktorierenden nach wie vor das grösste Fachgebiet.

Die beiden ETH konnten ihre Spitzenplätze in internationalen Hochschulrankings halten. Sie belegten 2024 beispielsweise im Times Higher Education World University Ranking die starken Plätze 11 (ETH) beziehungsweise 32 (EPFL). Mit ihren Forschungsschwerpunkten leisten die Institutionen des ETH-Bereichs wichtige Beiträge in zukunftsrelevanten Themenfeldern wie künstliche Intelligenz und Energie. Die drei strategischen Fokusbereiche der Förderperiode 2021‒2024 «Personalisierte Gesundheit und zugehörige Technologien», «Datenwissenschaften» und «Advanced Manufacturing» wurden im Jahr 2024 erfolgreich abgeschlossen.

Die Institutionen des ETH-Bereichs pflegen zahlreiche nationale und internationale Partnerschaften mit Akteuren aus der Wissenschaft, dem öffentlichen und dem privaten Sektor. Auch im Berichtsjahr 2024 fand der Wissens- und Technologietransfer aus dem ETH-Bereich auf vielfältige Weise statt. So entstanden 64 Spin-offs und wurden über 220 Patente angemeldet.

Mit dem Bau und dem Betrieb von national und international bedeutenden Forschungsinfrastrukturen wie namentlich Alps, dem heute schnellsten Supercomputer Europas in Lugano, leistet der ETH-Bereich einen substanziellen Beitrag zur Stärkung des Forschungsplatzes Schweiz.

Der Bund deckte als Eigner 2024 direkt oder indirekt rund 83 Prozent der Erträge des ETH-Bereichs. Der Anteil von Erträgen aus Drittmitteln und aus kompetitiv eingeworbenen Mitteln (inkl. Bundesmittel) stieg auf gut 32 Prozent. Die Reserven betragen 941 Millionen Franken. Das übrige Eigenkapital reduzierte sich um 184 Millionen.

Der Abschluss grosser Immobilienprojekte war mit Herausforderungen verbunden. Ein Audit betreffend Verzögerungen und Mehrkosten eines 2023 in Betrieb genommenen Neubaus der ETH Zürich stellte Verbesserungspotenzial fest. Der Bundesrat erwartet Vorschläge für Massnahmen, mit denen diese Befunde in neuen Projekten umgesetzt werden.

Die Institutionen des ETH-Bereichs sind gefragte Arbeitgeberinnen. Die Bestrebungen, den Frauenanteil zu erhöhen, zeigen Erfolge. Im Berichtsjahr verabschiedete der ETH-Rat eine Strategie für Diversität, Gleichstellung und Inklusion für die Jahre 2025-2028.

Der Bundesrat führt den ETH-Bereich über strategische Ziele und erstattet den eidgenössischen Räten jährlich Bericht über deren Erreichung. Der vom ETH-Rat, dem strategischen Führungs- und Aufsichtsorgan geleitete ETH-Bereich umfasst die Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Zürich (ETH Zürich) und in Lausanne (EPFL) sowie die vier Forschungsanstalten Paul-Scherrer-Institut, Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt und Eidgenössische Forschungsanstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz.

Wissenschaft Forschung Politik
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