Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Steuerfahnder führen Razzia bei Herweck durch

Bei der Herweck AG haben Behörden Geschäftsräume durchsucht. Hintergrund sind Ermittlungen wegen mutmasslichen Umsatzsteuerbetrugs bei Geschäftspartnern des Distributors. Herweck kooperiert nach eigenen Angaben mit den Behörden.
© shutterstock / Proxima Studio 

Noch vergangenen Freitag präsentierte sich Herweck auf der eigenen Hausmesse Perspectives in St. Ingbert in guter Verfassung: zweistelliges Umsatzplus, wachsende Vertragszahlen, neue Produkte. Nur wenig später folgte nun eine Meldung anderer Art.

Die Herweck AG bestätigt, dass an ihren Unternehmensstandorten behördliche Durchsuchungen im Rahmen eines steuerrechtlichen Ermittlungsverfahrens stattgefunden haben. Hintergrund sind Vorwürfe im Zusammenhang mit mutmasslichen Umsatzsteuerbetrugssystemen bei einzelnen Geschäftspartnern. Die Ermittlungen richten sich laut Unternehmensangaben nicht gegen Herweck selbst, sondern gegen Vorgänge aus der Vergangenheit, die einzelne Geschäftsbeziehungen betreffen. Zur Sicherung entsprechender Unterlagen wurden die Räumlichkeiten durchsucht.

Herweck betont, die Ermittlungen kooperativ zu begleiten und die zugrundeliegenden Sachverhalte intensiv zu prüfen. Der operative Geschäftsbetrieb laufe uneingeschränkt weiter. Weitere inhaltliche Angaben seien aufgrund des laufenden Verfahrens nicht möglich.

Kein Einzelfall in der Branche

Das Thema Umsatzsteuerbetrug ist in der Distributionsbranche kein neues. Erst im vergangenen Jahr berichtete Telecom Handel über den Fall Hotphone: Nach einer gross angelegten Aktion der Europäischen Staatsanwaltschaft wurde der Geschäftsbetrieb eingestellt. Die EPPO hatte im Juni 2025 rund 90 Objekte in fünf Ländern durchsucht und vier Personen festgenommen. Im Verdacht stand ein europaweites Umsatzsteuerkarussell im Handel mit Smartphones und Elektronik. Der geschätzte Schaden belief sich auf über 100 Millionen Euro.

Ob und inwieweit die aktuellen Ermittlungen gegen Herweck-Geschäftspartner mit diesem oder einem anderen Verfahren zusammenhängen, ist nicht bekannt.

Recht
Anzeige

Neueste Beiträge

Günther Dissertori neuer ETH-Zürich Präsident
Der Bundesrat hat auf Antrag des ETH-Rats Günther Dissertori zum neuen Präsidenten der ETH Zürich gewählt. Der 56-jährige ist derzeit Rektor der ETH Zürich und Professor für Teilchenphysik. Er tritt sein Amt am 1. Januar 2027 als Nachfolger von Joël Mesot an.
3 Minuten
25. Jun 2026
IBM präsentiert neue Chiptechnologie - Research & Studies
IBM  ist es gelungen, Chips mit einer Strukturgrösse von nur 0,7 Nanometern (7 Ångström) im Sub-1-Nanometer-Bereich herzustellen. Kern der Entwicklung ist eine neuartige dreidimensionale Transistorarchitektur namens Nanostack, mit der sich deutlich mehr Transistoren auf derselben Chipfläche unterbringen lassen.
2 Minuten
«Fehlende Priorität ist das grösste Hindernis, nicht die Technologie» - Nachgefragt: Marc Ender, NetApp Schweiz
Angreifer sammeln bereits heute verschlüsselte Daten, um sie später mit Quantencomputern zu entschlüsseln. Im Interview erläutert Marc Ender, warum Unternehmen ihre Dateninfrastruktur frühzeitig auf Post-Quantum-Kryptografie vorbereiten sollten und welche Rolle moderne Storage-Systeme dabei spielen.
5 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
Mehr Daten, weniger Telefonie: Bundesnetzagentur legt ihren Jahresbericht vor
Die Fest- und Mobilfunknetze wurden 2025 weiter ausgebaut, der Datenverkehr wuchs stark : Insgesamt zeichnet der Jahresbericht der Bundesnetzagentur ein positives Bild der Entwickungen am Markt. Doch gegen diese Sichtweise regt sich auch Kritik.
4 Minuten
8. Jun 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige