Interview mit Stefan Knup, AI Country Lead
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Im Interview erklärt er, was seine Rolle beinhaltet, wie Ricohs AI-Strategie aussieht und wie Kunden von dieser Entwicklung profitieren können.
Warum hat Ricoh die neue Rolle des AI Country Lead geschaffen – und warum gerade jetzt?
Ricoh sieht, dass künstliche Intelligenz einen Wendepunkt erreicht, an dem Produktivität, Kundenerlebnis und Geschäftsmodelle grundlegend neu gedacht werden müssen. Die Rolle des AI Country Leads stellt sicher, dass wir diese Potenziale strukturiert, verantwortungsvoll und marktorientiert erschliessen. Gleichzeitig ermöglicht sie uns, die hohe Dynamik im Schweizer Markt frühzeitig aufzunehmen und in konkrete Lösungen für unsere Kunden zu übersetzen.
Was sind die ersten Schritte in deiner neuen Rolle?
Ich beginne mit einer klaren Standortbestimmung: Wo stehen unsere Kunden, unsere Mitarbeitenden und unser Portfolio heute in Bezug auf KI? Darauf aufbauend definiere ich priorisierte Initiativen, die schnellen Mehrwert liefern und gleichzeitig eine skalierbare Grundlage schaffen. Ein Instrument, das sich in diesem Zusammenhang anbietet, ist das AIM-DDI* Framework. (AI Market Dynamics Disruption Index)
Wie sieht die nationale AI Strategie von Ricoh aus und wie ist sie in die europäische Gesamtstrategie eingebettet?
Bei Ricoh Schweiz folgen wir einer Strategie, die gleichzeitig pragmatisch und ambitioniert ist. Unsere lokale AI-Strategie ist im Einklang mit der europäischen AI-Roadmap, welche Governance, Standards und Innovationsprogramme bereitstellt. Dadurch können wir lokale Geschwindigkeit mit internationaler Skalierbarkeit verbinden.
Wo siehst du die grössten Potenziale, durch KI neues Wachstum für Ricoh zu generieren?
Am stärksten wächst der Bedarf an intelligenten Workflows, welche die manuelle Dokument‑, Service‑ und Kommunikationsverarbeitung reduzieren. Gleichzeitig entstehen durch KI völlig neue Serviceangebote, etwa im Bereich Wissensmanagement, Kundeninteraktion oder automatisierte Geschäftsprozesse. Wachstum entsteht für Ricoh genau dort, wo wir Technologien mit tiefem Verständnis der Kundenprozesse verbinden. Wir sind am Ende eines Pilot Projekts, welches unsere Arbeitsweise bei Ricoh Schweiz in Teilbereichen stark verändern wird.
Welche Rolle spielt KI bei der Weiterentwicklung des Ricoh Portfolios?
KI wird zu einem verbindenden Faktor, der unsere bestehenden Lösungen smarter, schneller und proaktiver macht. Sie eröffnet uns neue Chancen in den Bereichen Cloud‑Services, Cybersecurity, Workflow‑Automation und Managed Services. KI transformiert unser Portfolio von reaktiven Services zu vorausschauenden, intelligenteren Lösungen. Insbesondere im Bereich Prozessautomatisierung wird KI eine immer wichtigere Komponente für die Wertschöpfungskette unserer Kunden, die wir mit unseren Lösungen unterstützen können.
Wie verändert KI die Art und Weise, wie bei Ricoh gearbeitet wird und wie bereitest du die Mitarbeitenden darauf vor?
KI wird Routinearbeiten reduzieren und unseren Mitarbeitenden mehr Raum für Beratung, Kreativität und Problemlösung geben. Gleichzeitig verändert sich die Art der Zusammenarbeit – Entscheidungen basieren stärker auf Daten und der Zugang zu Wissen wird schneller. Wir begleiten die Teams durch Training, Coaching und Pilotprogramme, damit die Technologie verständlich, nutzbar und vertrauenswürdig bleibt.
Was sind die wichtigsten Upskilling Initiativen, um die Mitarbeitenden fit für KI zu machen?
Wir führen rollenbasierte Lernpfade im Rahmen unserer AI Academy ein, die sowohl technische Grundlagen als auch praktische Anwendungsszenarien abdecken. Ergänzt wird dies durch praxisnahe «AI in Action»-Trainings, in denen Mitarbeitende reale Use Cases aus ihrem Alltag ausprobieren. Aus diesem Grund haben wir vor ca. 4 Jahren einen AI-Think Tank ins Leben gerufen und werden diesen mit einem AI Value Hub ergänzen. Jeder Mitarbeitende bei Ricoh Schweiz konnte in diesem Rahmen an einem Workshop teilnehmen, in dem der Umgang mit Chatbots und deren Möglichkeiten und Limitationen diskutiert wurde. Es ist wichtig, eine Plattform zu schaffen, mit der unsere Mitarbeitenden die Möglichkeit haben, mit AI zu experimentieren, an Lösungen für den Alltag zu arbeiten und sich auszutauschen.
Wo ziehst du die Grenze zwischen sinnvoller Automatisierung und Bereichen, in denen menschliche Expertise unverzichtbar bleibt?
Automatisierung ist dann sinnvoll, wenn Prozesse hochvolumig, repetitiv und klar regelbasiert sind – dort ist KI ein echter Effizienztreiber. Menschliche Expertise bleibt unverzichtbar, wenn es um Interpretation, Empathie, Kundenbeziehungen oder komplexe Entscheidungen geht. Unsere Philosophie ist: KI unterstützt, der Mensch führt.
Was sind die häufigsten Fragen oder Herausforderungen, die Kunden aktuell im Rahmen von KI haben?
Viele Unternehmen stehen aktuell vor der grundlegenden Frage, wie sie überhaupt sinnvoll in das Thema KI einsteigen können – von der Identifikation erster Use Cases bis hin zur Bewertung des tatsächlichen Mehrwerts. Gleichzeitig herrscht grosse Unsicherheit bezüglich Datenschutz, Governance‑Anforderungen und der Frage, wie KI sicher und sauber in bestehende Systeme integriert werden kann. Meine Empfehlung für unsere Kunden ist, sich ein AI-Framework wie z.B. das AIM-DDI Modell anzusehen, um eine Standortbestimmung für ihr Unternehmen zu machen und von dort aus die ersten Schritte zu definieren.
* GLOBIS University, Tokyo & ESADE Business School
Über die Ricoh Schweiz AG
Ricoh erleichtert den Arbeitsalltag: Mit Digital-Workspace-Services und Drucklösungen treibt das Unternehmen die Digitalisierung von Geschäftsprozessen voran und hilft Organisationen, effizienter zu arbeiten. Mit einem breiten Portfolio an Dokumentenmanagement-Software, Lösungen für die hybride Zusammenarbeit und IT-Services verbindet Ricoh physische und digitale Arbeitswelten. Mehr Informationen gibt es hier: Digital Workplace | Ricoh Business Solutions | Ricoh Schweiz