Pressemitteilung 19.05.2020, 13:02 Uhr

Tinten-Multifunktionsgeräte mit Nachfüllpatronen im Härtetest

Supertanker: unter einem halben Rappen – und das in Schwarz-Weiss und Farbe. PCtipp hat die Spitzenmodelle der Hersteller Brother, Canon, Epson und Hewlett Packard unter die Lupe genommen.
(Quelle: PCtipp )
Leise und effiziente Alleskönner

Die vier getesteten All-in-Ones beherbergen riesige Tintentanks mit Druckkapazitäten von 6000 Schwarz-Weiss- respektive Farbseiten und mehr: Konkret kommt Epsons EcoTank ET-4750 auf eine Reichweite von 7500 Seiten, Canons Pixma G7050 schafft sogar 7700 Farbseiten, HPs Smart Tank Plus 655 sogar bis zu 8000 Farbseiten. Daneben bieten sie alle Vorteile, die Anwender an 4-in-1-Multifunktionsgeräten (drucken, scannen, kopieren, faxen) schätzen: So gehören auch der Duplex-Druck sowie eine ADF-Funktion, die bis zu 35 Blatt automatisch einzieht, zu den vielseitigen Ausstattungsmerkmalen der Geräte. Zudem sind sie kompakt gebaut, intuitiv zu bedienen und vor allem im Vergleich zu Farblaser-Multifunktionsgeräten (kurz MFG) leise und sauber im Druck. Den problematischen Feinstaub, der beim Laserdruck entsteht, kennen die Tintenmodelle schlicht nicht.

Ultratiefe Druckkosten

Das aus Sicht des Endanwenders wohl interessanteste Feature ist die Option, die Tintentanks selbst nachzufüllen. Genau dies bieten die Modelle von Canon, Epson und HP. Wir haben das Nachfüllen ausprobiert und können den Daumen heben: Denn bei allen drei Herstellern klappte der Füllprozess auf Anhieb, und zwar ohne Danebenschütten. Brothers getestetes MFG, das MFC-J1300DW, lässt sich zwar nicht mit wiederauffüllbaren Patronen betanken. Dafür spendiert der japanische Druckerspezialist seinem Gerät das «All-IN-Box»-Paket. Dieses beinhaltet nicht nur den Tintenvorrat (Schwarz, Cyan, Magenta und Gelb) für drei volle Jahre. Bestandteil dieses Pakets ist ausserdem eine dreijährige Vor-Ort-Garantie ab Kaufdatum.  

Ist meist der kostspielige Druck ein Schwachpunkt der Tinten-Multifunktionsgeräte, zeigen alle vier Hersteller, dass es auch anders geht: Das «teuerste» Modell im Unterhalt ist Brothers MFC-J1300DW, wobei eine A4-Farbseite (mit 5 Prozent Farbabdeckung) mit 2 Rappen zu Buche schlägt, eine monochrome A4-Seite kostet 0,6 Rappen. Bei den drei Multifunktionsgeräten mit befüllbaren Patronen liegen die Seitenpreise bei 0,2 bis 0,3 Rappen für eine schwarz-weisse sowie 0,5 bis 0,6 Rappen für eine entsprechend farbige Seite.

Hohe Gerätepreise, langsamer Druck

Die Kehrseite dieser günstigen Druckkosten: Die vier Hersteller lassen sich dies im Gegenzug mit einem höheren Gerätepreis vergolden. Das günstigste Modell im Testfeld, Brothers MFC-J1300DW, wechselt für 380 Franken den Besitzer. Das teuerste kommt von Epson. Den EcoTank ET-4750 gibts für einen Strassenpreis von 403 Franken. Zweiter Kritikpunkt ist das Drucktempo der Modelle: Denn die Druck- und Kopiergeschwindigkeit der Testkandidaten ist, um es positiv auszudrücken, als recht gemütlich einzustufen. Bei Brothers MFC-J1300DW liegt das erste Blatt immerhin schon nach 8 Sekunden im Ausgabeschacht. HPs Smart Tank Plus 655 braucht 16 Sekunden. Und unser 10-seitiges Dokument, das wir per ADF-Einheit 1:1 kopierten, schiebt Canons Pixma G7050 in gemächlichen 3:51 Minuten durch sein Druckwerk.

Den vollständigen Artikel finden Sie im PCtipp 5/2020, der ab dem 1. Mai am Kiosk oder direkt über pctipp.ch als E-Paper erhältlich ist. Die Ausgabe erscheint zudem auch in der App «PCtipp E-Paper» für Android und iOS.


 





Redaktion PCtipp
Autor(in) Redaktion PCtipp

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