Interview 29.03.2018, 08:28 Uhr

Netzwerkspezialist AVM über VoIP

Per VoIP werden Gespräche nicht mehr über die Telefonleitung übertragen, sondern via Internetanschluss. Die Technik wird die Analogtelefonie ablösen. Im Computerworld-Interview erklärt der Netzwerkspezialist AVM, was es zu beachten gilt, und welche Rolle das Top-Modell Fritz!Box 7590 dabei spielt.
Tom Vierke, Produktmanager von AVM
(Quelle: AVM)
Schon dieses Jahr soll die Analogtelefonie von der Swisscom zu Grabe getragen werden. Eine Umstellung ist für Unternehmen also keine Pro-/Kontra-Frage mehr, sondern nur noch eine Frage der Zeit. Hierbei gilt es, einige Fragen zu klären. Unterschiedlich sind zum Beispiel die Lösungen der Anbieter: Ausser IP-­fähigen, stationären Telefonanlagen können auch Anlagen aus der Cloud genutzt werden. Der Computerworld hat Tom Vierke, Produktmanager beim Netzwerkspezialisten AVM, nach den Vor- und Nachteilen der unterschiedlichen VoIP-Lösungen sowie nach den besten Implementierungsstrategien befragt.
Computerworld: Wie lange haben Unternehmen überhaupt noch Zeit, auf VoIP umzusteigen?
Tom Vierke: Die Netzbetreiber geben bei der Umstellung auf «All IP» den Takt an. Für die Grosszahl der Anschlüsse sollte bis zum Jahresende die IP-Umstellung abgeschlossen sein. Viel Zeit bleibt also nicht, denn die Umstellung geht rege voran und ist flächendeckend.
Was sind die Vorteile und was die Nachteile einer VoIP-Lösung?
Vierke: VoIP ist das Sprungbrett in die Unified Communications. Letztere tragen zur Steigerung der Mitarbeiterproduktivität sowie -mobilität bei und sind selbst für kleinere Unternehmen vorteilhaft. Der Nachteil von VoIP ist prinzipgebunden: Bei Stromausfall oder Störungen am Internetanschluss kann man nicht mehr telefonieren.
AVM Fritz!Box 6890 LTE: mit SIM-Karteneinschub
(Quelle: AVM)
Welche Vorkehrungen gegen einen Stromausfall sollten Unternehmen treffen?
Vierke: Mit geeigneten USV-Systemen kann man dem Ausfall der Telefonleitung durch mangelnde Stromversorgung vorbeugen. Möglichen Störungen des Internetanschlusses kann man mit einem zusätzlichen mobilen Internetzugang (LTE) vorbeugen sowie mit dem Einsatz eines für Fallback-Szenarien ausgelegten Multi-WAN-fähigen Internetgateways wie der Fritz!Box 6890 LTE. So verfügt man im Falle einer Störung des Hauptanschlusses jederzeit über eine Backup-Leitung.
Der SIM-Karteneinschub beim Modell 6890 LTE
(Quelle: AVM)


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