02.04.2013, 13:51 Uhr

Roboter organisieren sich wie Ameisen

US-Forscher haben kleine Miniroboter gebaut, die sich wie Ameisen verhalten und sich in Kolonien organisieren.
Die Roboter nehmen sich die Ameise zum Vorbild
Wissenschaftler haben Roboter-Ameisen gebaut und getestet. Diese sehen allerdings überhaupt nicht aus wie das Insekt. Vielmehr handelt es sich um kleine Würfel mit Rädern, die aber das soziale Verhalten von Ameisen verinnerlicht haben. «Jeder Roboter für sich genommen ist ziemlich dumm», erklärt Simon Garnier vom New Jersey Institute of Technology und Leiter der entsprechenden Studie. «Sie haben wenig Speicher und kaum Rechenkapazität», führt er weiter aus. «Auf sich gestellt, würde daher jeder Roboter 'blind' in der Gegend herumfahren und verloren gehen». Was die Roboter dagegen auszeichne, sei ihre Kommunikations- und Teamfähigkeit, so Garnier. Denn wie bei richtigen Ameisen, hinterlassen auch die Roboter eine Spur, der dann die anderen folgen. Es gibt allerdings einen Unterschied: Ameisen hinterlassen chemische Duftnoten, sogenannte Phermone. Die Kunstinsekten verfügen dagegen über eine Art Lichtschweif, dem die Kollegen folgen können. Konkret blinkt ein Lämpchen am ersten Roboter in einem gewissen Intervall. Die Nachfolger nehmen die Lichtimpulse mit ihren einfachen Kameras auf und folgen deren Quelle. Zudem sind die Roboterameisen so programmiert, dass sie der jeweils stärksten Lichtquelle folgen. Sie folgen somit der Strecke, die am stärksten frequentiert ist. Genauso entstehen auch die sogenannten «Ameisenstrassen». Je mehr eine Route von A nach B benutzt wird, desto mehr Duftstoff befindet sich auf ihr und desto eher wird der entsprechende Weg auch von allen nachfolgenden Ameisen eingeschlagen. Ganz ähnlich funktioniert im brigen auch das IP-Protokoll, wie unlängst Forscher der Stanford-Univerität herausgefunden haben.


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