Medizinisches KI-Zentrum öffnet bald in Bern

Neue Generation von Medizinern

Am CAIM soll überdies eine neue Generation von Medizinern ausgebildet werden. Zu diesem Zweck wurden fünf Professuren im Bereich KI und Digitalisierung in der Medizin geschaffen, die Spitzenforschende anziehen sollen. Zusammen mit den bereits vorhandenen 80 Forschenden auf diesem Gebiet sollen diese Spitzenkräfte schon im Verlauf des kommenden Jahres eng in das CAIM eingebunden werden.
«Die Universität Bern investiert mit dem CAIM in einen Forschungs- und Lehrbereich, der das Gesundheitswesen entscheidend prägen wird», sagt Christian Leumann, Rektor der Universität Bern. «Mit der Vernetzung der Forschung im Bereich KI in der Medizin wird die Wirkung dieser Forschung potenziert. Zudem bauen wir die Ausbildung aus und werden an vorderster Stelle eine neue Generation von Medizinerinnen und Forschern mit digital skills ausstatten».
Vorerst gibt es für Studierende der Humanmedizin die Möglichkeit einer Einführung und Vertiefung zum Thema «Digitalisierung und KI». Ein Master-Studiengang für KI in der Medizin werde folgen.

Gross angelegte digitale Strategie

Die Gründung des CAIM knüpft direkt an die Digitalisierungsstrategie der Insel Gruppe an: Basierend auf einem neuen digitalen Klinik-Informations- und Steuerungssystem (KISS) plant die Insel Gruppe bis 2023 eine umfassende Digitalisierung in allen Bereichen wie Forschung, Diagnose, Patientenmanagement, Therapie und Finanzen.
Das CAIM werde die «grosse, qualitativ hochwertige klinische Datenmenge des neuen Systems nutzen, um klinisch relevante Werkzeuge des maschinellen Lernens zu entwickeln, die Ärztinnen und Ärzte, Pflegende und andere medizinische Fachpersonen in ihren täglichen klinischen Entscheidungen unterstützen». Der Datenschutz soll den höchsten Ansprüchen genügen.


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