Center for Artificial Intelligence in Medicine 17.11.2020, 11:40 Uhr

Medizinisches KI-Zentrum öffnet bald in Bern

Die Uni Bern und das Inselspital planen ein «Center for Artificial Intelligence in Medicine». Die Eröffnung soll im Januar 2021 erfolgen.
Ein Wissenschaftler und ein Radiologe entwickeln gemeinsam ein klinisches KI-Werkzeug, mit dessen Hilfe Lungenerkrankungen diagnostiziert werden können. Solche Anwendungen soll das künftige Berner Zentrum für Künstliche Intelligenz in der Medizin befeuern helfen.
(Quelle: Universität Bern )
Die Universität Bern und das Inselspital eröffnen im Januar 2021 ein «Center for Artificial Intelligence in Medicine» (CAIM). Es verbindet Forschung, Lehre und die Überführung von Forschungsergebnissen in klinische Abläufe. Das ermöglicht unter anderem patientenspezifische Therapien.
Dank der Digitalisierung werden heutzutage weit mehr medizinische Daten angehäuft, als Menschen zu analysieren vermögen. Künstliche Intelligenz kann das erledigen. Das eröffnet die Möglichkeit, für jeden Patienten, jede Patientin massgeschneiderte Therapien zu entwerfen und beispielsweise in der Krebsbehandlung die Strahlendosis zu minimieren. Ausserdem stellt es Personal frei für die persönliche Betreuung von Kranken.
Das neue «Center for Artificial Intelligence in Medicine» (CAIM), das im Januar 2021 eröffnet werden soll, vereint medizinische Spitzenforschung, Ingenieurswesen und Digitalisierung. Es soll mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz neue Technologien entwickeln, um eine massgeschneiderte und effiziente Patientenversorgung zu ermöglichen. Partner des neuen Zentrums sind sitem-insel, das nationale Zentrum für Translationale Medizin und Unternehmertum, und die Universitären Psychiatrischen Dienste Bern (UPD).
CAIM soll zu einem «Inkubationszentrum für Medizinaltechnik» werden, sagt Raphael Sznitman, Direktor des ARTORG Center for Biomedical Engineering Research der Universität Bern und Projektleiter des CAIM. Das neue Zentrum soll die KI für den Patientennutzen einsetzen und die Arbeit von Ärztinnen und Ärzten und Pflegenden erleichtern. Die Patientinnen und Patienten profitieren somit schnell und direkt von den Forschungsergebnissen und erhalten Therapien, die spezifisch auf sie zugeschnitten sind.


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