«Windows 10» 14.08.2015, 08:41 Uhr

Update-Betrugsversuch

Schweiz User wechseln fleissig auf «Windows 10». Das machen sich im Moment Cyberkriminelle besonders aktiv zunutze und verbreiten Malware, vemeintlich im Namen von Microsoft.
Im Moment fegt eine gewaltige Microsoft-Betrugswelle über die Schweiz. Eben erst warnte die KantonspolizeiSchwyz vor angeblichen Microsoft-Mitarbeitenden, die auf betrügerische Weise an Kundendaten herankommen wollen. Der Klassiker nimmt wieder neue Formen an. Wie das «SRF»-Konsumentenschutzmagazin «Espresso» berichtet, suchen sich die Täter ihre Opfer beliebig aus. Was passiert? Die meist englischsprachigen Täter rufen über ausländische Nummern an und sagen, sie hätten gesehen, dass der PC beim Upgrade-Versuch auf Windows 10 virenverseucht sei. Man solle daher ein Programm herunterladen, das den PC bereinigt. In Tat und Wahrheit wird den Nichtsahnenden ein Malware-Programm untergejubelt. Wer das Programm installiert, gewährt den Internetkriminellen vollen Zugriff auf seinen Rechner und seine Daten. Laut des Sicherheitschefs Reto Häni von Microsoft werde darauf jeder einzelne Tastendruck des Users registriert, um etwa E-Banking-Aktivitäten auszuspähen. Was dem Ganzen noch die Krone aufsetzt: Die Angerufenen würden regelrecht unter Druck gesetzt, das Programm möglichst bald herunterzuladen, um in den nächsten zwei Stunden keinen vollständigen Datenverlust zu riskieren. Wir empfehlen, in einem solchen Fall einfach aufzulegen und sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Weder Microsoft noch Partner würden unaufgefordert anrufen, um Probleme zu beheben. Falls es schon zu spät ist, sollten Sie sofort alle wichtigen Passwörter ändern und anschliessend einen Virenscan durchführen. Besonders gerissene Internetdiebe haben es derweil sogar darauf angelegt, über geflschte Bluescreens Kunden zu einer angeblichen Microsoft-Hotline zu lotsen. Beim Anruf einer solchen Nummer hat man womöglich dieselbe Täterschaft am Apparat.


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