18.07.2016, 11:14 Uhr

Microsoft erreicht Windows-10-Ziele nicht

Microsoft muss zurückrudern: Die Windows-10-Absätze werden unter den Erwartungen bleiben. Schuld soll das Smartphone-Geschäft sein.
Mitte 2018 wollte Microsoft Windows 10 auf einer Milliarde Geräte installiert haben. Vielleicht sogar schon nächstes Jahr, sagte man im Frühjahr 2015. Die Prognose stellte sich jetzt aber als zu selbstbewusst heraus: Gegenüber ZDnet sagte Microsoft, bis zum Fiskaljahr 2018 werde man das Ziel von einer Milliarde monatlich aktiver Windows-10-Geräte nicht erreichen. Grund dafür sei die Fokussierung aufs Smartphone-Geschäft, wegen der die Milliardengrenze erst später geknackt werden könne. Heute seien 350 Millionen Geräte pro Monat aktiv, der beste Start in der Windows-Geschichte, sagte Microsoft weiter. Die Kundenzufriedenheit und das Engagement der Nutzer seien ebenfalls auf einem Rekordhoch. Mehr als eine Schlappe schönzureden versuchen, konnte Microsoft damit aber auch nicht. Für die Zahl der aktiven Geräte misst Microsoft alles, was mit Windows 10 angetrieben wird: Vom Desktop über Laptops, Smartphones, HoloLens, diverse IoT-Geräte, Xbox-Konsolen oder ach Surface-Hub-Konferenzsysteme. Um Windows 10 unter die Leute zu bringen, hat Microsoft in den vergangenen Monaten einigermassen aggressiv Werbung gemacht. Nutzer von älteren Versionen wurden permament mit Upgrade-Hinweisen zugespamt, weswegen man unter anderem vor Gericht gezerrt und sich auf einen 10'000-Dollar teuren Deal mit einer Nutzerin einigen musste. Ab dem 29. Juli wird das bis anhin kostenlose Update auf Windows 10 nur noch kuflich zu erhalten sein. Dass die Zahl der wechselwilligen Nutzer mit dem kostenpflichtigen Update geringer werden dürfte, ist auch Microsoft klar. Entsprechend gab der Konzern nicht bekannt, wann er glaubt, die 1-Milliarden-Grenze definitiv überschreiten zu können. 


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