Künstliche Intelligenz 09.05.2019, 06:00 Uhr

Frameworks erleichtern den KI-Einstieg

In der Cloud und On-Premise gibt es immer bessere KI-Werkzeuge.  Firmen sollten mit der Einführung jedoch nicht zu lange warten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
(Quelle: Palau / shutterstock.com )
An die 30 Prozent der Mitarbeiter in deutschen Unternehmen wünschen sich, ein KI-System träte an die Stelle ihres Chefs. Weitere 17 Prozent würden lieber mit einer KI-Instanz zusammenarbeiten als mit bestimmten Kollegen. Das ergab eine Studie des Digitalverbands Bitkom. Auch wenn solche Hoffnungen derzeit noch vergeblich sein dürften, so ist doch klar: Künstliche Intelligenz hat auch und gerade in Unternehmen Einzug gehalten. Laut des Reports «Machine Learning/Deep Learning 2019» von IDG setzen rund 60 Prozent der deutschen Firmen bereits mindestens ein KI- oder Machine-Learning-Verfahren ein. Das heisst aber auch: 40 Prozent sind noch nicht auf den KI-Zug aufgesprungen. Und auch bei den anderen 60 Prozent ist noch die Frage, wie all die schönen KI-Versprechungen in Praxis umgesetzt werden.
Der Artikel stellt deshalb zunächst verschiedene Möglichkeiten vor, wie man KI-Technologie ins Unternehmen holen kann, und beleuchtet dann die wichtigsten Hürden bei der praktischen Umsetzung von KI-Projekten. Ergänzt wird er mit einer Marktübersicht für KI-Frameworks.

Cloud als Einstiegshilfe

Wie kommt Künstliche Intelligenz denn nun in ein Unternehmen? Ein Grossteil der Firmen in Deutschland entwickelt jedenfalls keine eigenen KI- und Machine-Learning-Lösungen. Das belegt die Deloitte-Studie «AI in the Enterprise 2018». Unternehmen beziehen KI- und Machine-Learning-Software lieber von Cloud-Providern wie AWS, Google, IBM und Microsoft. Dieser Weg ist beileibe nicht nur etwas für grosse Konzerne, sondern bietet sich besonders auch für mittelständische Unternehmen an. Christian Mehrtens, Leiter des Geschäftsbereichs Mittelstand und Partner bei SAP Deutschland, betont: «Gerade für kleinere Unternehmen, denen keine grossen personellen oder finanziellen Ressourcen zur Verfügung stehen, sind intelligente ERP-Systeme und Cloud-Services eine Möglichkeit, um auf KI-Lösungen zurückzugreifen.»
“Gerade für kleinere Unternehmen ohne große personelle und finanzielle Ressourcen sind intelligente ERP-Systeme und Cloud-Services eine Möglichkeit, auf KI-Systeme zurückzugreifen.„
Christian Mehrtens
Leiter des Geschäftsbereichs Mittelstand und
Partner bei SAP Deutschland
Fast ebenso beliebt bei deutschen Firmen ist der Ansatz, KI-Funktionen als Bestandteil von Unternehmens-Software zu ordern. Die Marktführer auf diesem Sektor haben bereits KI-Technologie in ihre Produkte integriert, allen voran SAP, Oracle und Salesforce. Aber auch Business-Intelligence-Anbieter wie Qlik, SAS und Ta­bleau Software stellen den Anwendern ihrer Lösungen bereits KI-gestützte Reports und Analysen («Insights») zur Verfügung.
Eine weitere Option, um eine KI-Lösung im Unternehmen zu implemetieren, bringt Güner Aksoy, Regional Sales Director Central Europe bei Pure Storage, ins Spiel: «Unternehmen sollten heute in der Lage sein, Infrastrukturentscheidungen auf der Grundlage dessen zu treffen, was für ihre Anwendungen am besten geeignet ist. Eine datenzentrierte, einheitliche hybride Cloud-Architektur ist ein praktikables, zeitgemässes und zukunftsorientiertes Modell. Es gibt modernen Unternehmen die nötige Agilität und schafft die Grundlage für die Unterstützung neuer Anwendungen wie KI, Machine Learning und Analytics.»


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