14.05.2003, 00:00 Uhr

Neuer Saurier von IBM

Mit dem unter dem Codenamen "T-Rex" entwickelten E-Server "Z-Series 990" bringt IBM eine neue Grossrechnergeneration auf den Markt, die die aktuellen "Freeway"-Systeme (Z-900) in den Schatten stellt.
Erste Testwerte lassen laut "Computerwire" darauf schliessen, dass die G8-Prozessoren, mit denen der gestern vorgestellte neue "Saurier" bestückt ist, eine Leistung erbringen, die im Bereich von 465 bis 485 Mips angesiedelt sind. Das ist im Vergleich zu den rund 300 Mips des Freeway eine Steigerung um mehr als 50 Prozent. Die in 64-Bit-Technik ausgelegten G8-Prozessoren takten mit 1,2 Gigahertz, während die schnellsten G7-Turbo-CPUs eine Taktrate von 770 Megahertz aufweisen. Während der Freeway maximal 16 Prozessoren in einem Single System bündelt, soll der T-Rex schon Ende dieses Jahres deren 32 erlauben. Gleichzeitig wurde die I/O-Bandbreite von 24 GB/s im Freeway auf 96 GB/s vervierfacht. Auch beim Arbeitsspeicher fasst der Z-990 mit 256 GB vier mal so viel wie die 64 GB im Z-900. Den neuen Saurier bietet IBM vorerst nur in vier verschiedenen Modellen an. Eine drastische Reduzierung gegenüber den 42 Varianten des Z-900, die gegenwärtig als reguläre oder Linux-Ausführungen angeboten werden. In absehbarer Zeit sollen höchstens noch zwei zusätzliche dazukommen. Damit folgt Big Blue dem Vorbild der E-Series, bei der bereits durch radikale Verschlankung der Produktlinie Fertigung und Vertrieb einfacher und damit profitabler gemacht wurden.


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