Schweiz 29.10.2015, 09:26 Uhr

Razzien bei potenziellen Cyberkriminellen

In mehreren europäischen Ländern hat die Polizei Wohnungen von Verdächtigen durchsucht. Diese gelten als Käufer der Schnüffel-Malware «DroidJack».
Wie die Generalstaatsanwaltschaft aus Frankfurt am Main heute verlauten liess, wurden am gestrigen Dienstag Wohnungs-Razzien in mehreren europäischen Staaten durchgeführt. Zielpersonen waren Käufer der Software «DroidJack». Wie die Strafverfolger erklärten, handle es sich bei DroidJack nicht um Sicherheits-Software, wie sie etwas IT-Unternehmen einsetzten, sondern diene ausschliesslich kriminellen zwecken. So können Daten von fremden Geräten gestohlen und fremde Handys komplett ferngesteuert werden, inklusive Kamera, Telefonanrufe oder SMS-Versand. Darüber hinaus ermöglicht DroidJack das Mithören bei Gesprächen am Telefon. Bis anhin sei die Software vor allem für Phishing im Bereich des Online-Bankings eingesetzt worden.

Razzien auch in der Schweiz

Der Fokus der Razzien lag auf Deutschland. In den Bundesländern Hessen, Baden-Württemberg, Bayern, Bremen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wurden insgesamt 13 Wohnungen von Tatverdächtigen Personen durchsucht. Aber auch in der Schweiz, Belgien, Frankreich und Grossbritannien wurden solche durchgeführt. Den Verdächtigen wird Ausspähen von Daten und Computerbetrug vorgeworfen. Der Verkäufer, welcher sich nicht zu erkennen gibt, befinde sich den Vermutungen nach in Indien.

DroidJack wird derzeit mittels einer gefälschen Google-E-Mail vertrieben. In dieser wird angeblich ein Sicherheits-Update für die Android-Lcke Stagefright angeboten.


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