Facebook und EU-Bürger 24.05.2018, 06:29 Uhr

Keine Entschädigung für Abhöropfer

Facebook wird ausgeforschte Nutzer in der EU wohl nicht entschädigen. Dies schreibt das Unternehmen in einer Stellungsnahme nach der Anhörung von CEO Mark Zuckerberg im EU-Parlament.
Facebook wird seine bis zu 2,7 Millionen vom Datenskandal um Cambridge Analytica betroffenen Nutzer in Europa voraussichtlich nicht entschädigen. Zur Begründung erklärte das soziale Netzwerk am Mittwoch, sensible Bankdaten seien nicht betroffen gewesen.
Es habe sich zwar «klar um einen Vertrauensbruch» gehandelt: «Dennoch ist es wichtig daran zu erinnern, dass weder Kontodaten, Kreditkarten-Informationen noch Nummern von Ausweisdokumenten geteilt wurden.» Mit der Erklärung reagierte der US-Konzern auf Fragen von EU-Parlamentariern am Vortag, die Facebook-Chef Mark Zuckerberg bei einer Anhörung im europäischen Parlament nicht beantwortet hatte.
Facebook steht seit Bekanntwerden des Datenskandals unter Druck, bei dem Cambridge Analytica die Informationen von 87 Millionen Mitgliedern missbrauchte, um im Wahlkampf US-Präsident Donald Trump zu unterstützen. Insgesamt nutzen in Europa 377 Millionen Menschen monatlich das weltgrösste soziale Netzwerk.
Facebook erklärte, die meisten Nutzer hätten der fraglichen App Zugriff auf Daten wie ihr öffentliches Profil oder von ihnen bevorzugte Seiten gegeben, ähnlich wie dies befreundeten Nutzern ermöglicht werde. Der App-Entwickler habe an Cambridge Analytica nur Daten von Facebook-Nutzern in den USA und nicht von Nutzern in der EU verkauft.

1. Yammer “Yammer” gilt als Pionier im Bereich Social Enterprise. Durch die nahtlose Integration in Office, Skype und SharePoint dürfte das Tool eine attraktive Alternative insbesondere für Firmen darstellen, die bereits auf Microsoft-Lösungen setzen.Alle Fotos: Diego Wyllie



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