Zwischen Mensch und Technik 16.05.2018, 16:25 Uhr

FHNW gründet Institut für Interaktive Technologien

Die FHNW hat das Institut für Interaktive Technologien neu ins Leben gerufen. Dieses fokussiert sich auf Nutzerperspektiven und Visualisierungsstrategien bei der Softwareentwicklung. Geleitet wird das Institut von Doris Agotai.
Doris Agotai übernimmt die Leitung des Instituts für Interaktive Technologien
(Quelle: FHNW)
Die Hochschule für Technik der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) hat ein neues Institut ins Leben gerufen, bei dem Nutzerperspektiven und Visualisierungsstrategien bei der Softwareentwicklung im Zentrum stehen. Die Gründung des neuen Instituts für Interaktive Technologien sei einerseits eine Reaktion auf neue Themenfelder und andererseits auf steigende Studienzahlen in der Informatik, schreibt die FHNW in einer Medienmitteilung. Leiterin des Instituts wird Doris Agotai. Gemäss Angaben der Hochschule hatte sie das neue Institut mitaufgebaut und seit Anfang Jahr interimistisch geführt. Zudem leitet Agotai an der FHNW seit über acht Jahren die Forschungsgruppe Design & Technology.

Experimentierfeld

Das Institut für Interaktive Technologien beschäftige nun knapp 25 Mitarbeitende aus den drei Forschungsgruppen Design & Technology, Computer Graphics und Requirements Engineering. «Das Institut soll ein Experimentierfeld sein, das einen intensiven Austausch ermöglicht. Im Kern steht die Informatik, deren Technologien und Methoden die Grundlage bieten, um im Zusammenspiel mit Designkonzepten, interdisziplinären Ansätzen und unterschiedlichsten Anwendungsfeldern neue Ausblicke zu entwickeln», sagt die frischgebackene Leiterin Doris Agotai dazu. Gemeinsam mit ihrem interdisziplinären Team untersuche sie nun Fragen an der Schnittstelle von Technik und Mensch, heisst es in der Mitteilung weiter. Dabei gehe es etwa um Themen wie die Interaktion von Mensch und Maschine, Interface- und Interaktionslösungen oder Erkenntnisgewinn durch Datenvisualisierungen. Auch die Forschung zu Virtual und Augmented Reality sei am neugegründeten Institut angesiedelt. Neben dem Engagement für die Lehre wolle das Institut in enger Kooperation mit Industrie und Wirtschaft auch Projekte in der angewandten Forschung und Entwicklung erarbeiten. «Als Teil der Fachhochschule unterstützen wir Firmen in ihrem Innovationsmanagement», erklärt Agotai. «Wir bauen Prototypen und prüfen in iterativen Entwicklungsprozessen, wie sich Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung für Anwendungen am Markt gewinnbringend nutzbar machen lassen».
User stehen im Fokus
Die Wissenschaftlerin ist der Ansicht, dass Apps und andere Softwareanwendungen heutzutage nicht nur funktionstüchtig, sondern auch attraktiv, intelligent und intuitiv bedienbar sein müssten. «Das Design ist heute ein kritischer Erfolgsfaktor digitaler Anwendungen», sagt Agotai. Nutzerzentrierte, agile Entwicklungsmethoden stünden deshalb ebenso im Zentrum wie interaktive, visuelle Auswertungsmöglichkeiten von Daten aus verschiedensten Lebens- und Arbeitsbereichen. Gemäss der Leiterin des Instituts veränderte sich die Informatik in den letzten Jahren grundsätzlich stark. «Um uns entsteht eine neue, faszinierende, digitale und interaktive Welt, die vielfältigste Innovationen ermöglicht und ein enormes Gestaltungspotential bereithält. Mit dem Institut für Interaktive Technologien haben wir die Chance, diese Entwicklung aktiv mitzugestalten.»


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