Security-Report 20.08.2012, 11:03 Uhr

Android-Anwender in Gefahr

Der rumänische Security-Spezialist Bitdefender hat seinen E-Threat Report für das erste Halbjahr 2012 vorgestellt. Grundtenor: Cyberkriminelle haben es auf Android-User abgesehen.
Computer- und Smartphone-Nutzer sehen sich momentan einigen datenhungrigen Malware-Bedrohungen ausgesetzt. Ins Visier der Cyberkriminellen geraten vermehrt Besitzer Android-basierender Mobiltelefone. Als bevorzugtes Angriffswerkzeug setzen die Datendiebe derzeit Exploits ein, wie Virenschutzexperte Bitdefender in seinem kürzlich veröffentlichten E-Threat Landscape Report für das erste Halbjahr 2012 feststellt. Zudem sind PayPal-Nutzer aktuell die beliebtesten Phishing-Opfer. Nicht nur Home-Computer wurden in der ersten Jahreshälfte von Cyberwaffen anvisiert. Auch die Industriebranche suchte ein Spionage-Virus namens Flamer heim, welcher vornehmend Systeme im Nahen Osten befiel. Zu dieser womöglich politisch motivierten Malware gesellt sich aktuell der ähnlich wie Flamer agierende Schädling Gauss hinzu. Für Gauss stellt Bitdefender ab sofort ein Removal-Tool bereit. Es steht als 32-Bit- und 64-Bit-Version im Download-Bereich der Bitdefender Labs zum Herunterladen bereit. Androiden vermehrt attackiert Neben PCs fokussieren Malware-Autoren immer häufiger Android-Smartphones. Dabei gehen die Kriminellen ähnlich wie bei PC-Angriffen vor. Sie infizieren die Systeme der Android-Nutzer in den meisten Fällen mittels Exploits oder Trojanern, wie der signifikante Anstieg dieser Malware-Art im ersten Halbjahr 2012 zeigt. Exploits nutzen Sicherheitslücken in Programmen aus und beeinträchtigen das Betriebssystem des Nutzers. Auf diese Weise spähen Cybergangster anschliessend die privaten Informationen der „Androiden“ aus. Dies können unter anderem Informationen zum Online-Banking sein, da Smartphone-Nutzer ihre Bankgeschäfte vermehrt mobil durchführen. Lesen Sie auf der nächsten Seite: Kontoräumung digital Doch auch PC-Nutzer bleiben von der finanziellen Habgier der Internetkriminellen nicht verschont. Derzeit kursieren viele bedrohliche Banking-Trojaner. Diese sind in der Lage, Kennwörter für Online-Banking zu entwenden und dem Malware-Entwickler damit Zugang zum Privat-Konto des Internetnutzers zu verschaffen. Eine weitere, häufig vorkommende Methode, Bankkonten zu plündern, stellt nach wie vor das Phishing dar. Zu diesem Zweck werden Internetnutzern beispielsweise gefälschte Spam-Mails zugesendet, die den Anschein erwecken, als kämen sie von seriösen Absendern. Zurzeit findet mehr als jede zweite Phishing-Attacke unter dem Deckmantel der Online-Bezahl-Plattform PayPal statt. Rund die Hälfte aller Phishing-Spams oder -Pages wird dabei auf Servern in den USA gehostet. Social Networker erleben ihr «blaues Wunder» Auch die Anwender sozialer Netzwerke – Smartphone- und PC-User gleichermassen – stehen weiterhin einigen Gefahren gegenüber. Ihnen werden beispielsweise aktuell Browser-Add-ons angeboten, die angeblich den Look der Facebook-Seite verändern können. Das gewohnt blaue Umfeld der Social-Media-Plattform soll nach Installation der Erweiterung in ungewohntem Pink oder Grün erscheinen. Doch anstatt das Profil neu zu färben, entwendet das manipulative Add-on die auf Facebook preisgegebenen privaten Informationen der Social Networker. Der komplette E-Threat Landscape Report fr das erste Halbjahr 2012 steht auf der Bitdefender-Seite zur Verfgung.



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