06.03.2007, 08:48 Uhr

Podcast-Factory von Pinnacle

Podcasts gehören zu den jungen Informationsformen des Internet. Der Begriff setzt sich zusammen aus I-Pod und Broadcast und steht für Sprachaufnahmen in der Art einer Radiosendung, die heruntergeladen und auf dem Rechner oder MP3-Player angehört werden.
Die Podcast-Factory besteht aus Audio-Hard- und Software.
Nicht nur herkömmliche Medienunternehmen bieten Podcasts an, sondern vermehrt auch Firmen, die das Medium zu Informations- und Werbezwecken entdeckt haben. Um eigene Podcasts aufzunehmen, benötigt man ein Mikrofon und eine Bearbeitungssoftware. Diese Kombination bietet die Podcast-Factory von Pinnacle. Das 229 Franken teure Paket für Windows und Mac OS X besteht aus einem Mikrofon mit Standfuss, einer USB-Audio-schnittstelle und Software für Aufnahme und Bearbeitung.
Die Audio-Hardware bietet zusätzlich einen Line-Eingang und zeichnet Signale mit 48 KHz und 24 Bit Breite auf. Das reicht für einigermassen professionelle Aufnahmen über das Mono-Mikrofon. Dieses hinterlässt einen soliden Eindruck, ist aber keineswegs professionell. Kein Wunder angesichts des Preises. Zwar gefällt die Klangqualität, doch der Abstand zum Mikrofon sollte mangels leistungsfähigem Signalverstärker nicht mehr als einige Zentimeter betragen. Damit ist es für Interviews oder Diskussionen mit mehreren Gesprächspartnern ungeeignet. Dafür ist der Anschluss an den Rechner sehr einfach. Mac OS X er--kennt die Hardware auto-ma-tisch, unter Windows-XP ist die Installation eines Treibers erforderlich. Wer trotz des recht günstigen Preises der Pod-cast-Fabrik aber ein komplettes Softwarepaket erwartet, wird enttäuscht. Die mitgelieferten Anwendungen beschränken sich auf den freien Audio-Editor Audacity sowie Podifier für Windows, der Aufnahmen auf einem Webserver veröffentlicht. Es fehlt jedoch ein Programm, um Podcasts in Kapitel zu unterteilen oder mit Links zu versehen. Mac-Anwender können hierfür auf Garage-Band aus dem meist ohnehin vorhandenen I-Life-Paket zurückgreifen. Als Einstieg in die Welt des Mediums Podcast eignet sich das Pinnacle-Produkt aber allemal.
Andreas Heer