20.02.2008, 08:40 Uhr

Diebstahlschutz fürs Handy

Eine Studie von McAfee zeigt, dass immer mehr Smartphone-Benutzer Angst vor Virenbefall und Missbrauch haben. Derweil hat Kaspersky Labs ihren Handyschutz modernisiert und erweitert.
86 Prozent der Handy User sieht sich konkreten Gefahren ausgesetzt. Dennoch schützen 79 Prozent ihre Handys nicht. 59 Prozent fordern, dass die Netzbetreiber für die Sicherheit von Geräten und Services sorgen.
Die Angst von Smartphone-Benutzern, Opfer einer Malware-Attacke zu werden, ist gross. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der IT-Security-Spezialistin McAfee, für die insgesamt 2000 Anwender in Grossbritannien, Japan und den USA befragt wurden. Dieser zufolge sehen sich 86 Prozent der Befragten konkreten Risiken wie überhöhten Abrechnungen, Datenverlust und Datendiebstahl ausgesetzt. Auch die derzeit angebotenen Dienste wie Multimedia-Downloads, Überweisungen und elektronische Tickets werden von drei Vierteln der Handybenutzer als unsicher eingestuft. Geschützt werden die Smartphones trotz dieser Unsicherheit nicht: 79 Prozent der Befragten nutzen wissentlich ungeschützte Handys.
Entsprechend gross ist das Potenzial für den Absatz von Anti-Viren- und Security-Software für Smartphones. Eine Marktlücke, die auch McAfee-Konkurrentin Kaspersky Labs erkannt hat. Die russiche IT-Security-Spezialistin bietet mit Mobile Security 7.0 ihre Software Suite für den Rundumschutz von Handys und Smartphones in überarbeiteter und ausgebauter Version an. Neben der Antiviren- und Anti-SMS-Spam-Applikation verfügt das Produkt nun auch über Mechanismen, die bei einem Diebstahl des Mobiltelefons greifen.
Die neue «Anti-Theft» getaufte Funktion reagiert auf Schlüsselwörter in SMS-Nachrichten. So löscht eine SMS mit dem Inhalt «clean» kombiniert mit einem Passwort den kompletten Datenbestand des Handys. Zum Paket gehört auch die Funktion «SIM-Watch». Wird die SIM-Karte des Geräts von einem Dieb gewechselt, schickt die Software die Nummer der neuen SIM-Karte an eine vorher definierte Telefonnummer. Zusätzlich wird dem Besitzer der neuen SIM-Karte der Zugriff auf die Daten verweigert.
Die Software läuft auf den Betriebssystemen Symbian Series 60 sowie Windows Mobile 5 und 6. Für Endanwender steht die Mobile Security Suite ab sofort für gut 35 Franken zum Download bereit. Die Firmenversion soll noch in diesem Quartal folgen. Grösster Vorteil hierbei: Die Antivirus Mobile Enterprise Edition integriert sich in das Kaspersky Administration Kit, die zentrale Oberfläche für alle Kaspersky-Firmenanwendungen.


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