22.09.2011, 08:49 Uhr

Android-Apps für Admins

Unter den hundertausenden Android-Apps gibt es auch zahlreiche Progrämmchen, die IT-Experten bei der Arbeit unterstützen. Viele der kleinen Helferlein sind zudem kostenfrei verfügbar.

ConnectBot

Wenn man mit Unix-Servern oder anderen Netzwerkkomponenten arbeitet, die SSH- beziehungsweise Telnet-Verbindungen unterstützen, kann man mit diesem Open-Source-Client eine Remote-Verbindung herstellen. Admin- oderWartungsaufgaben sowie Problemlösungen lassen sich über die Kommandozeile eingeben. Zusätzlich unterstützt die App lokale Verbindungen. Damit kann man die Kommandozeile des jeweiligen Android-Geräts nutzen.

ConnectBot unterstützt die Herstellung und den Import von SSH-Schlüsseln. Sie können zwischen mehreren gleichzeitigen Verbindungen wechseln. Das Progämmchen bewahrt den Verlauf früherer Sitzungen auf, so dass man die Host-Adresse nicht dauernd eingeben muss.

Preis: kostenlos
» Download im Android Market

AndFTPPro

Mit diesem FTP/SFTP/FTPS-Client lassen sich mit Android-Geräten Dateien herunterladen sowie uploaden und administrative Aufgaben ausführen. Man kann auch Dateien per E-Mail, Messaging, Bluetooth, und über andere Anwendungen verschicken. Die Pro-Version unterstützt zudem SCP-Verbindungen (Secure Copy Protocol).

Preis: Fr. 3.60
» Download im Android Market Auf der nächsten Seite gehts weiter.

Linux Monitor

Wer mit Linux-Servern arbeitet, kann mit dieser einfachen App aus der Ferne ein Auge auf die Komponenten werfen: beispielsweise CPU-Auslastung oder Netzwerk- beziehungsweise Port-Aktivität. Die Statistiken werden als Zahlen oder via Balken dargestellt. Obwohl sich mehrere Linux-Maschinen überprüfen lassen, kann man diese mit der App jedoch nicht gleichzeitig im Blick behalten. Man muss die Monitoring-Adresse manuell ändern, um zwischen den Maschinen zu wechseln.

Die Remote-Linux-Maschine muss mit dem Apache-Webserver mit PHP laufen. Ausserdem muss man ein einfaches PHP-Skript hochladen. Von Linux Monitor gibt es auch eine Demoversion. Damit kann man sich vor dem Kauf einen besseren Eindruck von der App verschaffen.

Preis: Fr. 2.00
» Download im Android Market

Server Monitor

Diese simple Monitoring-App schlägt Alarm, wenn ein Server oder eine bestimmte Komponente respektive ein bestimmter Port abstürzt. Das ist sinnvoll und praktisch, wenn man noch kein Monitoring- oder Alarmsystem hat oder schlicht Redundanz möchte. Die App unterstützt TCP-Verbindungen sowie SSH-Tunnel.

Bei dem Progrämmchen gibt man einen Server-Hostnamen oder eine IP-Adresse an. Optional lassen sich spezielle Komponenten oder Ports fürs Monitoring hinzufügen. Man kann den Dienst manuell steuern oder automatisch beim Booten starten lassen.

Preis: kostenlos
» Download im Android Market

httpmon

Bei httpmon handelt es sich um ein weiteres Monitoring-Programm, das aber speziell für HTTP-Server konzipiert wurde. Dabei kann man eine Anfrage-URL individuell anpassen und mit einfachen Pings oder mit veränderbaren Bedingungen überprüfen. Ausserdem lässt sich der gewünschte User-Agent für alle Anfragen sowie Verbindungs- oder Lese-Timeout nutzen. Bei Ausfällen kann die App beispielsweise SMS-Nachrichten versenden, um Admins zu informieren.

Preis: kostenlos
» Download im Android Market

Cellica Database for Android

Wer mit Datenbanken auf einem Windows-Server oder PC arbeitet, kann darauf mit dieser App zugreifen und die Datenbanken vom Android-Gerät aus verwalten. Sobald man die notwendige Software auf dem Server oder PC installiert hat, erhält man verschlüsselten Zugriff, um etwa Felder zu bearbeiten oder auch Datenbanken zu erstellen. Zu den unterstützten Datenbanken gehören beispielsweise Microsoft Access, Access 2007, Microsoft Excel, Excel 2007, Oracle, SQL Server, DB2, MySQL, PostgreSQL, FoxPro und dBase. Preis: Die Demo-Version können Sie zehn Tage testen. Die Vollversion kostet 39.99 Dollar.
» Download im Android Market

Wyse PocketCloud

Dieser Remote Desktop Client unterstützt Microsoft RDP, virtuelle VMware-View-, und plattformunabhängige VNC-Verbindungen (Virtual Network Computing) zu Windows-, Mac- oder Linux-Rechnern über Wlan und Mobilfunkverbindungen. Mit der App kann man aus der Ferne technischen Support bieten oder auf einen PC und seine Programme sowie Dateien zugreifen.

Wenn man die nötige Software auf dem Windows- oder Mac-Rechner installiert, kann man mit der Applikation die Verbindung über ein Google-Konto automatisch konfigurieren. So muss man sich nicht mit Router-Einstellungen oder IP-Adressen herumärgern. Selbstverständlich lässt sich die Verbindung aber auch manuell konfigurieren.

Die kostenpflichtige Pro-Version ist werbefrei und bietet mehr Funktionen. Dazu gehört etwa Verschlüsselung, um die Verbindungen zu sichern.

Preis: Gratis; die Pro-Version kostet Fr. 13.10
» Download der kostenlosen Variante im Android Market
» Download der Pro-Version im Android Market

Android-VNC-Viewer

Dieser Open-Source-VNC-Client ist für alle gedacht, die Virtual Network Computing für Remote-Desktop-Verbindungen bevorzugen und nichts gegen die Konfiguration des Routers, statische IPs oder dynamische DNS-Host-Namen haben. Die App unterstützt VNC-Verbindungen zu den meisten VNC-Servern unter Windows, Linux und Mac OS X. Im Gegensatz zu Wyse PocketCloud funktioniert diese App ohne Werbung. Android-VNC-Viewer kann dafür aber Verbindungen nicht automatisch sichern.

Preis: kostenlos
» Download im Android Market

ActiveDir Manager

Diese App ist ein Muss für alle, die mit Active Directory arbeiten. Das Progrämmchen ermöglicht die Anzeige und Verwaltung von Benutzern, Gruppen und Rechnern direkt vom Android-Handy aus. Man kann User-Passwörter zurücksetzen, Benutzerkonten deaktivieren oder bearbeiten und andere grundlegende administrative Aufgaben vornehmen. ActiveDirManager unterstützt Windows Server 2000 (und später) mit StartTLS, SSL oder gar keiner Verschlüsselung. Über die App kann man direkt auf die Active-Directory-Server über Wlan-oder VPN-Verbindung zugreifen.

Mit der kostenpflichtigen Version lassen sich Einstellungen und Optionen der LDAP-Anbindung (Lightweight Directory Access Protocol) speichern.

Preis: Fr. 2.60
» Download im Android Market

Wi-Fi Analyzer

Diese App macht aus ihrem Android-Gerät ein Wlan-Analyse-Tool. Mit dem Progrämmchen lassen sich Details der Zugangspunkte ansehen und exportieren – beispielsweise Infos über MAC-Adressen oder Frequenzkanäle.

Preis: kostenlos
» Download im Android Market

SharesFinder

Diese App überprüft, mit welchen Windows-, FTP- und HTTP-Servern man via Wlan verbunden ist. Das ist praktisch, wenn man im Netzwerk auf Dateien zugreifen möchte oder Sicherheitsüberprüfungen durchführt. Für jede Kompontente bzw. jeden Server werden unter anderem IP-und MAC-Adresse sowie der Name des Anbieters angezeigt. Diese App unterstützt ausserdem auch grundlegende Dateitransfers.

Preis: kostenlos
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Overlook Fing

Mit Overlook Fing kann man unter anderem TCP Ports scannen und DNS-Abfragen in einem Netzwerk via Wlan durchführen. Die App zeigt auch die Netzwerkdaten (SSID, IP-Details und -Geschwindigkeit) der aktuellen Wlan-Verbindung an.

Die Daten (MAC-Adresse, IP-Nummer und Hersteller) kann man sich für jeden Computer oder ein Gerät im Netzwerk ansehen beziehungsweise exportieren sowie individuell mit einem Namen, mit Symbolen oder Noten versehen. Zudem lässt sich auch ein Port-Scan durchführen oder ein bestimmter Computer oder ein bestimmtes Gerät anpingen.

Preis: kostenlos
» Download im Android Market

RouterPasswords

Diese App ist ein nützlicher Helfer für alle, die mit Netzwerkgeräten arbeiten. Bei dem Progrämmchen handelt es sich um eine einfache Datenbank, die Standard-Logins und Berechtigungsnachweise für über 1000 Router, Gateways, Modems und andere Netzwerkgeräte enthält. Natürlich lassen sich diese Infos auch online finden, mit RouterPasswords erhält man aber raschen Offline-Zugriff. Dafür muss man lediglich das Modell oder den Hersteller angeben. Im Handumdrehen erhält man mit der App die passenden Resultate respektive Infos dazu. Das Progrämmchen ist daher besonders praktisch, wenn man mit verschiedenen Netzwerkgeräten arbeitet.

Preis: kostenlos
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Linux Commands

Mit dieser App hat man mehr als 500 Linux-Befehle immer parat. Wählt man einen Befehl aus erhält man Syntax, Beschreibung und Befehlsoptionen. Es lassen sich sogar Favoriten bestimmen, die dann beim Start angezeigt werden. Auch für Linux Commands gilt: dieselben Infos, die diese App bereit stellt, findet man auch im Web. Allerdings ist der Offline-Zugang mit dem Progrämmchen schneller und bequemer. Preis: kostenlos
» Download im Android Market Dieser Artikel stammt im Original von unserer US-Schwesterpublikation Networkworld.
Harald Schodl


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