25.05.2017, 00:00 Uhr

Während in der EU Roaming-Tarife aufgehoben werden, steigen in der Schweiz die Kosten

Die Roaming-Kosten für Schweizer Handy-Nutzer sind immer noch immens. Teils liegen sie sogar über den Tarifen für 2016. Zwei Beispiele: Ohne eine spezielle Roaming-Option Ihres Telefonanbieters kann die Rechnung für ein einziges Gespräch schnell 50 Franken oder mehr betragen.
So wird dieser Betrag bei manch einem Provider bereits für ein zehnminütiges Telefonat von Thailand in die Schweiz fällig. Es kann aber noch dicker kommen: Falls Sie im Ausland surfen, sind die Tarife richtig gepfeffert. Hier verlangen die Unternehmen bis zu 15 Franken pro Megabyte. So kostet ein 100-MB-Download satte 1500 Franken. Unser Tipp: Schützen Sie sich vor solchen Horrorszenarien. Mit dem passenden Abo oder Zusatzoptionen sorgen Sie in den Ferien für tiefe Roaming-Kosten beim Telefonieren und Surfen im Ausland. PCtipp hat dazu die aktuellen Roaming-Tarife fürs Telefonieren, SMSlen und Surfen im Ausland untersucht – inklusive Prepaid-Optionen, sofern sie vom Provider auch angeboten werden. Im Detail wurden die Lösungen der sieben grossen Anbieter Aldi Suisse, Coop Mobile, M Budget Mobile, Salt, Sunrise, Swisscom und UPC verglichen. Horrende Aufschläge beim Telefonieren und Surfen Die schlechte Nachricht: Im Vergleich zu letztem Jahr wurden die Roaming-Gebühren teils massiv erhöht. Das betrifft sowohl Gespräche, die von Europa aus in die Schweiz getätigt werden, als auch Überseetelefonate von den Feriendomizilen Thailand und Nordamerika. Negativbeispiel ist Salt: Der Provider hat mit seiner letzten, grossen Tariferneuerung auch die Roaming-Tarife neu angepasst – leider zu Ungunsten seiner Kunden. So werden beim Standardtarif statt wie bisher Fr. 1.70 pro Minute nun mehr Fr. 1.79 respektive Fr. 1.99 fällig. PCtipp hat nachgerechnet: Unterm Strich verteuern sich bei den Providern die Telefonate um bis zu 66 Prozent – je nachdem, mit welchem Anbieter und von welchem Land aus in die Schweiz telefoniert wird. Salt ist aber kein Einzelfall. Auch Aldi Suisse langt mächtig zu: So verlangt der Anbieter für ein Telefonat von den USA aus in die Schweiz aktuell Fr. 2.90 – bei minutengenauer Abrechnung. Noch vor einem Jahr waren es «nur» Fr. 2.60. Ein mindestens genauso düsteres Szenario gibt es beim Surfen: Und auch hier trägt einmal mehr Salt die rote Laterne: Sein Thailand-Angebot beläuft sich auf stolze 15 Franken pro heruntergeladenes Megabyte. Für ein fünfminütiges YouTube-Video in HD-Qualität fallen rund 50 Megabyte an – also 750 Franken. Abo oder Zusatzoptionen nutzen Besser schaut es dagegen bei den Roaming-Gebühren aus, falls Abos genutzt oder kostenpflichtige Zusatzoptionen verwendet werden. Dann sinken in der Regel sowohl die Telefon- und SMS-Gebühren als auch die Surfkosten. Beim Anbieter Sunrise etwa um 1 Franken auf nur noch 30 Rappen, wenn von Europa aus in die Schweiz telefoniert wird. Auch Swisscom kann hier überzeugen. Beim Platzhirsch werden statt 45 Rappen noch lediglich 25 Rappen pro angefangener Minute fällig. Die wichtigste Regel: Sind die Ferien gebucht, sollte man sich rechtzeitig um die bereitgestellten Roaming-Optionen seines Providers kümmern. Selbst, wenn man einen Abo-Vertrag besitzt, der bereits Roaming-Optionen einschliesst, lohnt es sich, genau nachzurechnen. Meist lässt sich das Kontingent an Freiminuten oder Megabyte aufstocken. Selbst für Prepaid-Tarife finden sich bei dem einen oder anderen Provider entsprechende Angebote. Den vollständigen Text unseres Artikels finden Sie im PCtipp 6/2017, der ab 30. Mai am Kiosk oder ab sofort direkt unter www.pctipp.ch als E-Paper erhältlich ist. Die Ausgabe erscheint zudem auch in der App «PCtipp E-Paper» für Android und iOS.


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