CA-Studie 22.09.2009, 13:13 Uhr

Finanzbranche schliesst Wissens- und Personallücke im Mainframe-Umfeld am schnellsten

Mainframe erste Wahl: 60 Prozent nutzen den Grossrechner, um geschäftskritische Daten zu verwalten.
Eine Studie von CA, dem weltweit führenden unabhängigen Anbieter von IT-Management-Software, belegt, dass sich die Finanzdienstleisterbranche in Europa am stärksten engagiert, das schwindende Mainframe-Know-how auszugleichen. Die unabhängige Studie “The Mainframe: Surviving and Thriving in a Turbulent World” stellt zudem fest, dass 57 Prozent der Firmen in der Finanzdienstleistungsbranche davon überzeugt sind, dass eine weborientierte Anwenderoberfläche (GUI, Graphical User Interface) den Mainframe für weniger erfahrene IT-Mitarbeiter attraktiver macht. Bei der Einstellung von neuem IT-Personal spielt dieser Sachverhalt eine zentrale Rolle.
Laut Studie, die in fünf vertikalen Märkten (Finanzen, Fertigung, Öffentliche Verwaltung, Handel & Transport sowie Technologie) in Europa durchgeführt wurde, schulen 42 Prozent der Unternehmen aus dem Finanz-Service-Sektor ihre Angestellten für den Mainframe, während der Branchendurchschnitt bei 33 Prozent liegt. 71 Prozent der Befragten haben erkannt, dass für den Mainframe immer weniger IT-Experten zur Verfügung stehen. Dies geht mit einem drastischen Rückgang an relevantem Fachwissen einher. Branchenübergreifenden sind 66 Prozent der Befragten der gleichen Meinung.
Das heisst, dass die Gesamtbranche weniger vorbeugende Massnahmen gegen die Know-how-Lücke im Grossrechnerbereich trifft. So denken beispielsweise nur neun Prozent der Organisationen aus der Öffentlichen Verwaltung, dass eine weborientierte Anwenderoberfläche (GUI) hilft, das Know-how-Defizit zu überwinden. Ein ähnliches Bild zeichnen die anderen Branchen: 23 Prozent der Befragten aus dem Einzelhandel, Vertrieb und Transport und 37 Prozent der Teilnehmer aus der Technologiebranche sowie 39 Prozent aus der Fertigungsbranche teilen diese Ansicht. Gleichermassen legen nur 24 Prozent der Befragten aus der Fertigungsbranche, 38 Prozent aus der Technologiebranche und 39 Prozent aus dem Bereich der Öffentlichen Verwaltung ihr Augenmerk auf Fachwissen und Weiterbildung.
„Die Studie zeigt, dass die Finanzdienstleister im Vergleich zu anderen Branchen ein Vorreiter in Sachen Mainframe sind. Sie betreiben die meisten geschäftskritischen Daten auf der Grossrechner-Plattform“, betont Laurent Hürlimann, Country Sales Director Switzerland bei CA. „Zum Einen gehen in vielen Fällen die erfahrenen Mainframe-Experten bald in Rente, weshalb Unternehmen vor der Aufgabe stehen, mit weniger Ressourcen mehr zu erreichen. Zum Anderen sind die IT-Entscheider gefragt, einen noch leistungsfähigeren Mainframe, auf dem noch mehr Anwendungen betrieben werden können, zu realisieren. Gleichzeitig gilt es, die Gesamtbetriebskosten (TCO, Total Cost of Ownership) rigoros zu kontrollieren. Das ist der Grund, warum immer mehr Anwendungen auf dem Mainframe geladen werden. Mainframes bieten im Vergleich zu verteilten Umgebungen eine deutlich effizientere Gesamtkostenbetrachtung.“
„Der Finanz-Service-Sektor ist ein überzeugendes Beispiel dafür, dass der Mainframe ein Erfolgsmodell ist“, fährt Hürlimann fort. „Erst eine Kombination aus Weiterbildungsmassnahmen und Prozessen, die wichtige Administrationsaufgaben im Grossrechnerumfeld vereinfachen und automatisieren, sowie eine anwenderfreundliche Benutzeroberfläche (GUI) machen das möglich.“
Mit seiner „Mainframe 2.0“-Initiative ebnet CA der nächsten Generation von Mitarbeitern im IT-Management den Weg für eine effiziente Verwaltung der Grossrechner: Mainframe 2.0 hat zum Ziel, wichtige Aufgaben des Mainframe-Managements zu erleichtern. Bei CA programmieren und testen Entwickler, die in den zukunftsweisenden Programmiersprachen wie Java und C++ Zuhause sind, das CA Mainframe 2.0-Angebot. Derzeit wirbt CA zudem in USA, Europa und Asien, um die IT-Entwickler der „nächsten Generation“ und ihre Mainframe Geschäftseinheit zu verstärken.
Die von CA ins Leben gerufene Initiative hilft IT-Abteilungen dabei, mehr Leistung und Effizienz – also eine schlanke IT (Lean IT) – zu erreichen. Mit Mainframe 2.0 können Unternehmen die Grossrechner-Betreuung an weniger erfahrene IT-Mitarbeiter übergeben und die freiwerdenden Kapazitäten der Mainframe-Experten für Projekte nutzen, die das Know-how der Profis dringender erfordern.
Auch die Arbeit des CA Mainframe Center of Excellence in Prag adressiert die vorhandene und entstehende Qualifikationslücke im Mainframe-Bereich. Dort werden junge IT-Profis für die Mainframe-Software-Entwicklung ausgebildet. Ein grosser Teil der Entwicklung und Mainframe 2.0 Upgrade-Tests werden von Entwicklern durchgeführt, die mit der nächsten Generation an Programmiersprachen wie Java und C++ gross geworden sind. Zudem weitet CA die Beziehungen zu den Universitäten aus der Region aus, um Absolventen und erfahrene Profis, die sich auf den Mainframe spezialisiert haben, zu rekrutieren.
Initiativen wie Mainframe 2.0 helfen IT-Organisationen dabei, die richtige Antwort auf die wirtschaftlichen und personellen Herausforderungen des Grossrechner-Umfelds zu geben. Dabei wird eine vereinfachte Mainframe-Administration durch folgende Faktoren erreicht: durch automatisierte Prozesse, eine erleichterte Administration der modernen Plattformen sowie durch den Ausbau des Mainframe Know-hows in der IT-Abteilung.
Neben der Erkenntnis der drohenden Defizite im Mainframe-Bereich deckt die Studie auf, dass die Finanzdienstleistungsbranche den Markt bei der wirkungsvollen Nutzung der Mainframe-Vorteile anführt. 60 Prozent der Befragten aus der Branche gaben an, dass ihre geschäftskritischen Daten auf einem Grossrechner verwaltet werden – im branchen-übergreifenden Vergleich ist dies nur bei 46 Prozent der Unternehmen der Fall. Ebenfalls bei 60 Prozent liegt die Quote unter den Finanzdienstleistern, wenn es um den Einsatz des Mainframes als zentrale Ressource innerhalb des verteilten, web-fähigen Unternehmensnetzwerks geht. In anderen Branchen ist der Grossrechner nur bei 48 Prozent der Befragten vollständig in das Unternehmensnetzwerk eingebunden. 63 Prozent der Teilnehmer aus der Finanzdienstleisterbranche sind sich einig, dass die Grossrechnerplattform von Natur aus sicherer ist als sein dezentralisiertes Pendant. Branchenübergreifend meinen das nur 47 Prozent.
Die Studie wurde im Auftrag von CA vom renommierten internationalen Forschungsinstitut Vanson Bourne zwischen Februar und März 2009 durchgeführt. Insgesamt 180 IT-Directors und Senior IT-Manager wurden in Grossbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, den BeNeLux-Ländern und Skandinavien befragt. Antwort gaben 38 Manager aus dem Bereich der Finanzdienstleistungen, 49 aus der Fertigungsbranche, 22 aus der Einzelhandels-, Vertriebs- und Transportbranche, 24 Teilnehmer aus der Technologiebranche sowie 33 aus der Öffentlichen Verwaltung. 14 Teilnehmer stammen aus anderen Branchen.
Die umfassende Studie “The Mainframe: Surviving and Thriving in a Turbulent World” erhalten Sie unter folgendem Link: www.ca.com/gb/mediaresourcecentre.


Das könnte Sie auch interessieren