Pressemitteilung
29.08.2025, 11:50 Uhr
Unterschätztes Umfeld: Warum Homeoffice-Produktivität vom Raum abhängt
In vielen Diskussionen über das Arbeiten von zu Hause aus stehen technische Voraussetzungen, Selbstdisziplin und Kommunikationsprozesse im Vordergrund. Dabei tritt oft in den Hintergrund, wie stark das physische Umfeld die Produktivität beeinflussen kann.

(Quelle: Paige Cody/Unsplash)
Wer im falschen Umfeld arbeitet, gefährdet Konzentration und Wohlbefinden. Faktoren wie Luftqualität, Temperatur oder Lichtverhältnisse bilden die Grundlage eines produktiven Heimbüros. In Zeiten steigender Digitalisierung und flexibler Arbeitsmodelle wird deutlich, dass die Umgebungsgestaltung genauso wichtig ist wie professionelle Hard- und Software.
Wesentliche Einflussfaktoren im heimischen Arbeitsbereich
Luftqualität und Temperatur
Eine gesteigerte Konzentrationsfähigkeit basiert massgeblich darauf, ob die Luft frisch und frei von Schadstoffen ist. Das regelmässige Lüften verhindert stickige Raumluft und schafft ein belebendes Gefühl, während eine konstante Temperatur zwischen 20 und 22 Grad für ein angenehmes Klima sorgt. Ein Raum, der zu warm oder zu kalt temperiert ist, führt schnell zu Müdigkeit oder Unbehagen. Experten betonen, dass die Temperatur ähnlich wichtig ist wie die Beleuchtung. Für manche Personengruppen ist die Luftfeuchtigkeit ebenfalls wesentlich: Spezielle Geräte oder einfach eine Wasserschale auf der Heizung können Abhilfe bei trockener Luft schaffen. Eine entsprechende Optimierung erzeugt eine Umgebung, die konzentriertes Arbeiten fördert und Gesundheitsschäden vorbeugt – dazu zählen Kopfschmerzen, Schleimhautreizungen oder mangelnde Kreativität. Umgekehrt kann allerdings auch zu feuchte Luft für Probleme wie Schimmel oder Unbehaglichkeit sorgen. Die optimale Luftfeuchtigkeit im Homeoffice liegt zwischen 40 – 60 %.
Beleuchtung und Sonnenschutz
Natürliche Beleuchtung gilt gemeinhin als kraftspendend. Dennoch kann direktes Sonnenlicht blenden und Bildschirmreflexionen auslösen. Ein zweckmässiger Sonnenschutz – beispielsweise ein Rollo für den Sonnenschutz, das den Lichteinfall reguliert – verschafft zuverlässige Kontrolle über die Helligkeit. Auf diese Weise lassen sich störende Blendungen minimieren, ohne komplett auf Tageslicht zu verzichten. So lässt sich der Arbeitsplatz passgenau an Tageszeit und Wetter anpassen. Dabei lohnt sich ein Blick auf massgeschneiderte Produkte, die Fenster optimal abschirmen können.
Glühbirnen oder Schreibtischleuchten hingegen wirken dann unterstützend, wenn das natürliche Licht gerade nicht ausreicht. Auch bei bedecktem Himmel sollte in ausreichende Leuchtmittel investiert werden, damit der Fokus nicht leidet. Übrigens: Wer ständig die Augen zusammenkneift, verliert rascher an Energie. Neben der Blendempfindlichkeit gibt es noch weitere relevante Effekte der Umgebung, die sich auf die Produktivität auswirken.
Lärmkulisse und Raumakustik
Eine weitere Dimension bezieht sich auf die akustische Beschaffenheit des Homeoffice. Unterschiede in der Bauweise können Hall und Nachhall begünstigen oder mindern, was sich auf die Verständlichkeit bei Videokonferenzen auswirkt. Auch monotone Störgeräusche wie ein permanentes Summen elektrischer Geräte oder Strassenlärm beeinträchtigen die geistige Aufnahmefähigkeit. Strategische Schallisolierung, etwa durch Teppiche oder schallabsorbierende Platten, hebt das Konzentrationsniveau auf ein höheres Level. Neben der Geräuschkulisse kann ablenkender Trubel aus dem familiären Umfeld eine Herausforderung darstellen, weshalb die Abgrenzung von privaten Bereichen sinnvoll ist.
Praktische Strategien für mehr Konzentration
Bei der Gestaltungsplanung kommen funktionale Elemente, die Komfort und Arbeitsfluss unterstützen, zum Tragen. Darüber hinaus sind bei der Homeoffice-Planung einige ergonomische Aspekte zu berücksichtigen. Ein ergonomischer Schreibtischstuhl, ausreichender Stauraum sowie klare Zonierung geben Struktur und sind essenziell, wenn möglichst wenige Unterbrechungen angestrebt werden. Ein gezieltes Zusammenspiel aus Beleuchtung, Raumklima und Ergonomie bietet entscheidende Vorteile. Raumfarben sind ein weiteres Puzzleteil: Kühle Nuancen beruhigen mitunter, während sehr bunte Wände bei manchen für Reizüberflutung sorgen.
Die folgenden Punkte verdeutlichen einige Methoden, die helfen können, eine nachhaltige Atmosphäre für konzentriertes Arbeiten zu schaffen:
- Regelmässiges Stosslüften – Dadurch wird verbrauchte Luft ausgetauscht und die Sauerstoffzufuhr erhöht.
- Anpassung der Lichtquellen – Eine Balance zwischen Tageslicht und künstlicher Beleuchtung sorgt für optimale Sehkraft.
- Dämpfung von Lärmquellen – Schallschluckende Materialien oder Kopfhörer reduzieren störende Geräusche.
- Optimale Raumanordnung – Das Mobiliar wird so platziert, dass es schnell griffbereit ist und strukturelle Chaosquellen minimiert werden.
- Psychologische Faktoren beachten – Grünpflanzen oder ruhige Farben setzen positive Akzente für das Arbeitsklima.
Wer Schreibtisch, Monitor und Dokumente klug positioniert, kann Laufwege verringern und arbeitet somit effizienter. Daneben empfiehlt es sich, ruhige Zonen für kürzere Pausen einzurichten.
Technische Unterstützung ist ebenfalls vorteilhaft. Innovative Gadgets messen beispielsweise den Lärmpegel und geben Warnsignale, sobald der Schallpegel bestimmte Grenzwerte übersteigt. Darüber hinaus existieren Thermostate, die eigenständig die Raumtemperatur regeln, damit sie nicht versehentlich zu stark abfällt oder unbemerkt ansteigt. Ein solches Zusammenspiel aus intelligenter Technik und aufmerksamer Gestaltung führt schlussendlich zu einem schlüssigen Gesamtbild.
Letztlich steht hinter jeder Raumgestaltung das Ziel, eine Atmosphäre zu schaffen, welche eine klare Trennung zwischen Freizeit und Arbeit begünstigt. In vielen Haushalten ist die Abgrenzung gar nicht so einfach, da nicht immer ein separates Arbeitszimmer zur Verfügung steht. Dennoch zeigen viele Erfahrungsberichte, dass präzise Bausteine wie eine gut durchlüftete Umgebung oder schallmindernde Elemente weitreichende Auswirkungen auf die tägliche Leistungsfähigkeit haben. Im Idealfall entsteht so ein inspirierender Rückzugsort, in dem die Psyche genügend Freiraum behält und nicht von äusseren Störfaktoren unter Druck gesetzt wird.