Keine Ausnahme 29.07.2019, 06:59 Uhr

Trump: Auch Apple muss Strafzölle zahlen

US-Präsident Donald Trump lässt keine Ausnahmen zu. Auch Apple muss auf Hardware-Bauteile aus China Strafzölle entrichten.
Will keine Ausnahmen bei den Strafzöllen auf Bauteile aus China zulassen: US-Präsident Donald Trump
(Quelle: Archiv )
US-Präsident Donald Trump hat Strafzoll-Ausnahmen für Apple-Bauteile aus China eine Absage erteilt. Der Konzern werde keine Befreiung oder einen Nachlass bei den Strafzöllen für chinesische Bauteile für den Computer Mac Pro erhalten.
Das schrieb Trump am Freitag im Onlinedienst Twitter. Die USA und China befinden sich seit mehr als einem Jahr in einem erbitterten Handelsstreit, in dem sich die beiden grössten Volkswirtschaften der Welt gegenseitig mit hohen Strafzöllen überziehen.
Apple hatte in der vergangenen Woche beim US-Handelsbeauftragten eine Befreiung von den Zöllen beantragt. Bestimmte Bauteile für den neuen Mac Pro können nach Angaben des Konzerns nur aus China importiert werden.
Trump bekräftigte am Freitag seine Forderung, Apple solle die Produktion der Bauteile einfach in die USA verlegen. «Als ich gehört habe, dass sie in China bauen wollen, habe ich gesagt: Wenn ihr euer Produkt in die USA schickt, werden wir euch mit Zöllen belegen», sagte der US-Präsident vor Journalisten.
Trump äusserte sich zugleich anerkennend über Apple-Chef Tim Cook. Cook sei ein Mensch, für den er viel Zuneigung und Respekt habe, sagte Trump. «Wir werden es lösen», fügte er mit Blick auf das Strafzoll-Problem hinzu. «Ich denke, sie werden ankündigten, dass sie eine Fabrik in Texas bauen werden. Wenn sie das tun, werde ich sehr zufrieden sein.»

1976: Die Firmengründer Steve Jobs und Steve Wozniak bauen in einer Garage die ersten Apple-Computer. Die Geräte, die sie für 666,66 Dollar verkaufen, bestehen nur aus der Hauptplatine, ohne Gehäuse oder Tastatur. Mit Apple beginnt die Ära der Personal Computer, während meist noch Grossrechner verwendet werden.



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