18.12.2012, 12:38 Uhr

Swiss will .swiss nicht mehr

Weil sich die gleichnamige Fluggesellschaft zurückgezogen hat, ist der Bund der einzige Bewerber für die Internetadresse .swiss und wird sie aller Voraussicht nach auch erhalten.
Die Swiss verzichtet auf .swiss, damit der Bund die Adresse benutzen kann.
In wenigen Monaten wird das Internet nicht mehr so eintönig sein. Nebst .ch- und .com-Adressen gibt es dann eine neue Art von Top-Level-Domains (TLDs) - beispielsweise .zug, .ferien, .bank - , für die sich Unternehmen und Behörden seit einigen Monatenbewerben können. Mit die umkämpfteste Adresse in der Schweiz ist zwangsläufig .swiss, denn es gibt nicht nur den Bund der darauf Ansprüche erhebt sondern auch eine gleichnamige Fluggesellschaft. Diese hat sich jetzt aber zurückgezogen. Auf der Webseite der Icann (Internet Corporation for Assigned Names), welche die neuen Adressen vergibt. wird nur noch der Bund als Antragsteller (PDF) aufgeführt. «Wir waren in Kontakt mit der Swiss. Dabei haben wir immer klar gemacht, dass wir alles daransetzen werden, dass der Bund die Endung erhält», sagt Deborah Murith, Mediensprecherin des Bakom. «Denn Swiss ist ein Iso-Name. Deshalb soll er für die gesamte Schweizer Bevölkerung offenstehen, egal ob für die Wirtschaft, für Künstler oder für den Bund selber.» Es kann auch gut sein, dass die Fluggesellschaft .swiss erhält, sagt Murith. Doch zuerst müsse man abwarten, wie der Verteilungsprozess genau ausschaut. Sicher sei nur, dass nur diejenigen Institute und Privaten profitieren sollen, die einen klaren Schweizer Bezug haben. Bei der Swiss klingt es gleich: «Wir waren immer im Gespräch mit dem Bund um eine gemeinsame Lösung zu finden, die allen einen Nutzen bringt», sagt Myriam Ziesack, Mediensprecherin der Swiss. Darum habe man sich entschieden, zu Gunsten des Bundes auf die TLD zu verzichten. Ob eine neue Adresse beantragt wird, ist Ziesack nicht bekannt.


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