19.06.2017, 07:41 Uhr

Sunrise kontert das Aus für Roaminggebühren in der EU

Welche Auswirkungen hat die Abschaffung der Roaminggebühren in der EU auf Schweizer Telekomanbieter? In einem Interview nimmt Sunrise-Chef Olaf Swantee Stellung.
Sunrise-Chef Olaf Swantee sieht sein Unternehmen gewappnet angesichts der Tatsache, dass in der EU die Roaminggebühren abgeschafft worden sind. Sein Unternehmen biete unlimitierte Dienste zu tiefen Preisen, was bei den europäischen Konkurrenten nicht immer der Fall sei.
Das Aus für Roaminggebühren betreffe kleinere europäische Anbieter nicht, sagte Olaf Swanteein einem Interview mit der Westschweizer Zeitung Le Matin Dimanche. «Schon jetzt gehen viele in der Branche davon aus, dass einige Telekom-Anbieter ihre Tarife gar erhöhen werden, um die Ausfälle zu kompensieren», so Swantee. Sunrise, die Nummer Zwei auf dem Schweizer Telekommarkt, unternehme schon jetzt «grosse Anstrengungen» für Schweizer Kunden, die ihre Geräte von den USA, von Kanada oder der EU aus nutzten. Darüber hinaus weist er auf Abo-Angebote hin, die extra auf Kunden ausgerichtet seien, die sich nur zeitweise im Ausland aufhielten oder für solche, die aus beruflichen Gründen viel ins Ausland reisten. Zudem liege die geografische Abdeckung der Schweiz durch Sunrise bei 92 Prozent, dies mit Hilfe von 3600 Antennen. «Das ist einzigartig. Selbst in den Niederlanden mit seinem flachen und damit einfach zu bedienendem Gelände, sind die Gebühren nicht so tief wie in der Schweiz», sagte Swantee. Er verwies darauf, dass Sunrise jüngst vor allem in der Romandie viel investiert habe: «Das ist eine wichtige Region für uns - was Privatkunden anbetrifft, aber auch Business-Kunden wie den Flughafen Genf oder den Kanton Waadt.»


Das könnte Sie auch interessieren