Ausbau der Ressourcen 17.05.2019, 12:40 Uhr

Bund schafft 24 zusätzliche Stellen für Cyber-Sicherheit

Der Bundesrat hat weitere Entscheide zum Aufbau des Kompetenzzentrums für Cyber-Sicherheit gefällt. Beschlossen hat er unter anderem, dass 24 zusätzliche Stellen geschaffen werden sollen.
(Quelle: Jonas Kambli / VBS/DDPS - ZEM)
Die Bundesverwaltung soll 24 zusätzliche Stellen für neuen Aufgaben zu Gunsten der Cyber-Sicherheit erhalten. Eingerichtet werden sollen sie ab 2020 in den dafür zuständigen Ämtern. Das hat der Bundesrat vor dem Hintergrund einer «deutlich intensivierten Bedrohungslage» beschlossen, wie es in der Mitteilung des Eidgenössischen Finanzdepartements heisst. Die 24 neuen Stellen beschloss der Bundesrat zusammen mit dem Umsetzungsplan für die «Nationale Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyber-Risiken (NCS) 2018-2022», die er bereits vor rund einem Jahr verabschiedet hatte. Nun fielen weitere Entscheide zum Aufbau des Kompetenzzentrums Cyber-Sicherheit.
Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) soll Teil dieses Kompetenzzentrums werden. Sie soll das nötige Personal und Geld erhalten, um Unternehmen und Bevölkerung vermehrt über Cyber-Risiken zu informieren. Melani soll gezielt vor Angriffen warnen und bei Vorfällen die Betroffenen unterstützen. Das Kompetenzzentrum soll dem Wunsch nach Zentralisierung beim Bekämpfen von Cyber-Risiken entsprechen, wie es in der Mitteilung heisst. Der Umsetzungsplan für die NCS beschreibt die Aufgaben und Zuständigkeiten der Akteure von Bund, Kantonen, Wirtschaft und Hochschulen.
Beim Bund werden für die Cyber-Sicherheit Minimalstandards in der Informatiksicherheit erarbeitet. Weiter soll es eine Meldepflicht für Cyber-Vorfälle geben, einen überdepartementalen Expertenpool für Cyber-Sicherheit und eine Anlaufstelle für Private, Behörden, Wirtschaft und Hochschulen. Intensivierte Arbeiten sind auch im Bereich Cyber-Defence geplant, etwa mit dem Aufbau des Cyber Defence Campus. Diese Fachgruppe nahm ihre Arbeit Anfang Jahr auf. Im Bereich Strafverfolgung soll eine nationale Fallübersicht aufgebaut werden.
Ein Steuerungsausschuss begleitet die Umsetzung der Strategie zum Schutz vor Cyber-Risiken. In dem Gremium vertreten sind Kantone, Wirtschaft und Hochschulen. Geleitet wird es vom Delegierten des Bundes für Cyber-Sicherheit. Dieser trägt gegenüber Bundesrat und Parlament die Verantwortung für die Umsetzung der Strategie.


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