1,5 Millionen weitere FTTH-Anbindungen 06.02.2020, 15:27 Uhr

Swisscom will Glasfaser-Anschlüsse verdoppeln

Swisscom will bis 2025 weitere 1,5 Millionen Haushalte mit Glasfaserleitungen erschliessen. Dies kommt einer Verdoppelung gleich.
Swisscom will mehr Glasfaser bis in die Haushalte (FTTH) verlegen
(Quelle: Swisscom)
Angesichts des explodierenden Datenverkehrs und der Aufrüstung der Konkurrenz baut Swisscom ihr Glasfasernetz in den kommenden Jahren massiv aus. Bis Ende 2025 sollen 1,5 Millionen weitere Haushalte und Geschäfte an die ultraschnelle Datenautobahn direkt angeschlossen werden.
Somit solle die Abdeckung mit Glasfasern bis in Wohnungen und Geschäfte (im Fachjargon FTTH genannt) gegenüber heute verdoppelt werden. Der Ausbau finde nicht nur in den Städten, sondern auch in ländlichen Gebieten statt.
Wo genau gebaut werde, sei noch offen, sagte IT-, Netz- und Infrastrukturchef Christoph Aeschlimann am Donnerstag am Rande der Bilanzmedienkonferenz im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. «Wir haben keine starren Ausbaupläne.» Der Ausbau finde in der ganzen Schweiz statt, entweder alleine oder zusammen mit Partnern wie etwa Elektrizitätswerken, lokalen Kabelnetzbetreibern oder Gemeinden. Wie viel Swisscom alleine baue, schaue man sich noch an.
Bis Ende 2025 sollen so 50 bis 60 Prozent aller Haushalte und Geschäfte eine Surfgeschwindigkeit von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) erhalten.

Kupfernetz zu langsam

Damit reagiert Swisscom auf die Konkurrenz, wo Salt als erste Anbieterin in der Schweiz bereits im März 2018 das Spitzentempo von 10 Gbit/s auf Glasfasern eingeführt hatte. Im vergangenen Herbst haben die Kabelnetzbetreiber UPC und Quickline den Speed auf 1 Gbit/s erhöht.
Hiermit kann das veraltete Kupfernetz von  Swisscom nicht mehr mithalten, das derzeit noch den Löwenanteil aller Anschlüsse ausmacht. Dieses bietet den Privatkunden derzeit eine Höchstgeschwindigkeit von 200 Megabit pro Sekunde.
Auch den alten Kupferleitungen will die Swisscom mehr Speed einhauchen. Das bestehende Festnetz mit Glasfasern bis zum Strassenschacht vor den Häusern oder bis in die Gebäude (im Fachjargon FTTS und FTTB genannt) werde modernisiert durch den Austausch der technischen Geräte, erklärte Aeschlimann. Damit erhielten bis Ende 2025 zusätzlich 30 bis 40 Prozent der Haushalte und Geschäfte Bandbreiten von 300 bis 500 Mbit/s.
Die restlichen Haushalte in abgelegenen Gebieten, wo es sich nicht lohnen würde, Glasfaserleitungen zu legen, will die Swisscom mit einer Kombination von Festnetz und Mobilfunktechnologien anschliessen.



Das könnte Sie auch interessieren