07.09.2017, 16:56 Uhr

Adobe und Microsoft wollen das papierlose Büro

Die Software-Konzerne Adobe und Microsoft bauen ihre Partnerschaft bei Office-Lösungen aus. Ein grosses Ziel der Zusammenarbeit ist das papierlose Büro.
Trotz aller Digitalisierung ist das papierlose Büro in vielen Schweizer Unternehmen noch nicht Realität. Der Software-Hersteller Adobe hat kalkuliert, das noch rund 80 Prozent aller Geschäftsprozesse irgendeine Form der papierbasierten Verarbeitung erfordern. Der Grund ist oftmals die Notwendigkeit einer eigenhändigen Unterschrift auf einem Ausdruck. Für die elektronische Unterschrift hat Adobe seit Jahren hat die E-Signatur-Lösung «Sign» im Portfolio. Die Technologie hatte das Unternehmen mit der Übernahme von EchoSign im Jahr 2011 erworben. Sie kommt häufig in Kombination mit PDF-Dokumenten zum Einsatz. In der neu angekündigten Kooperationmit Microsoft soll das Einsatzgebiet nun breiter werden: Adobe Sign lässt sich zukünftig direkt in diverse Office-Anwendungen integrieren, darunter Dynamics 365, Office 365, SharePoint und Teams. Per Ende September soll die Lösung bereitstehen, sagte Adobe-Vizepräsident Jon Perera an einem virtuellen Medienanlass vor der Lancierung. Sein Unternehmen hat auch die rund 100 Millionen Business-Endanwender von Office 365 als potenzielle Kunden im Blick. Das virtuelle Grafikbüro im Hinterkopf haben Adobe und Microsoft mit der Ankündigung, die Anwendungen aus der Creative Cloud zukünftig mit der Chat-Plattform Teams zu verknüpfen. So sollen Illustrator-Grafiker, InDesign-Layouter und Photoshop-Editoren direkt innerhalb der Kreativprogramme miteinander kommunizieren sowie Inhalte austauschen können. Die Hersteller kündigen ausserdem an, Microsoft Teams zur bevorzugten Chat-Plattform auch für die anderen beiden Adobe-Clouds (Document Cloud, Experience Cloud) machen zu wollen.  Bei Adobe noch in der Entwicklung ist eine tiefere Integration von PDF-Funktionalitäten in der Microsoft-Cloud. Nach den Worten von Manager Perera arbeitet der Hersteller daran, das Standard-Dateiformat für die Anwender besser zugänglich zu machen. Denkbar sei die Öffnung für Data-Mining-Anwendungen. Der Bedarf dürfte vorhanden sein: PDF ist nach den Office-Formaten der meistgenutzte Dateityp in SharePoint und OneDrive, sagte er.


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