Mitglieder geben grünes Licht
19.06.2018, 10:55 Uhr

Simsa und Swico können fusionieren

Die ICT-Verbände Simsa und Swico haben von ihren Mitgliedern grünes Licht für die Fusion erhalten. Auf den 30. Juni soll der Zusammenschluss nun formell vollzogen werden.
Die Verbände Simsa und Swico gehen künftig gemeinsame Wege. Bereits Mitte Mai gaben der Berufsverband der Schweizer Internetindustrie und der ICT-Branchenverband Swico bekannt, dass sie sich zusammenschliessen werden (Computerworld berichtete). Am Montag stimmten der Fusion nun auch die Mitglieder von Simsa und Swico zu, wie es in einer gemeinsamen Medienmitteilung der beiden Verbände heisst. Im Rahmen von zwei getrennten Generalversammlungen sei darüber abgestimmt worden, wobei die vom Fusionsgesetz geforderte Dreiviertelmehrheit in beiden Fällen «deutlich übertroffen» worden sei. Die Fusion wird formell auf den 30. Juni 2018 vollzogen – Swico geht jedoch davon aus, dass der Zusammenschluss im Alltag noch bis Ende 2018 dauern wird.
Danach sollen alle alle Aktivitäten von Simsa und Swico unverändert unter dem Namen Swico weitergeführt werden. Von Simsa werde insbesondere der Code of Conduct Hosting und das Collaboration Framework sowie die Ausbildungsgänge – etwa der eidgenössisch diplomierte Web Project Manager – integriert, heisst es in der Mitteilung weiter. Swico bringe unter anderem sein Issue Management, Start-up-Programm sowie die Branchenlösung für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ein. Alle 600 Mitgliedfirmen erhielten damit Zugang zu einem stark erweiterten Portfolio an Mitgliederdienstleistungen.

Digital- und Internetwirtschaft gewinnt an Bedeutung

Laut Angaben von Simsa und Swico vollziehen die beiden Verbände die Fusion vor dem Hintergrund der steigenden Bedeutung der Digital- und Internetwirtschaft. Gleichzeitig werde sie von der Politik und der Gesellschaft aber auch immer stärker herausgefordert und hinterfragt. Dazu sagt Swico-Präsident Andreas Knöpfli: «Mit dieser Fusion wird die ICT- und Online-Wirtschaft entscheidend gestärkt. Wir setzen damit ein klares Zeichen gegen die Fragmentierung der Verbandslandschaft und können die Anliegen unserer Mitglieder auf der politischen Bühne künftig noch wirksamer vertreten».
Auch der Simsa-Präsident Andrej Vckovski ist der Ansicht, dass der Verband mit der Fusion wirkungsvoller wird. «Gemeinsam erreichen wir eine kritische Masse und erzielen damit deutlich mehr Wirkung für unsere Branche. Gleichzeitig können beide Organisationen viel voneinander lernen.»

Verstärkung für den Swico-Vorstand

Mit der Fusion sitzen im neuen Swico-Vorstand künftig zwei bisherige Simsa-Leute. Neu gewählt wurden Andrej Vckovski, CEO von Netcetera, sowie Nadja Perroulaz, Mitgründerin und Verwaltungsratspräsidentin von Liip. Zudem werde unter der Leitung von Hostpoint-Mitgründer Claudius Röllin ein Fachgremium für den Bereich Hosting gegründet, ein weiteres für die Webagenturen unter der gemeinsamen Leitung von Imre Sinka, CEO von Dotpulse, und dem Omento-CEO Maximilian Plank. Beide Fachgremien würden im Rahmen von Swico selbstständig und mit einem eigenen Budget Projekte und Issues dieser beiden Mitgliedersegmente bearbeiten sowie eigene Aktivitäten entwickeln, wie es schon andere Fachgremien von Swico täten, schreiben die Verbände im Communiqué abschliessend.


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