19.08.2014, 14:48 Uhr

Schneier warnt vor NSA-Programm «MonsterMind»

Das von der NSA geplante Programm MonsterMind, bei dem automatische Vergeltungsschläge gegen Cyberattacken geführt werden sollen, sei brandgefährlich, warnt Bruce Schneier.
Bruce Schneier hält das MonsterMind-Projekt der NSA nicht für eine gute Idee
Vor Kurzem enthüllte Edward Snowden in einem Interview mit dem US-Magazin «Wired» die NSA-Plne zu MonsterMind. Kern des Programms wäre eine Art digitale Selbstschussanlage gegen Cyberangreifer. Ein solches System, bei dem Maschinen automatisch Vergeltungsschläge gegen Cyberangriffe ausführen würden, sei brandgefährlich, urteilt IT-Security-Guru Bruce Schneier. Die digitalen Rächer würden bei ihrem Gegenschlag nicht unbedingt die Urheber der Angriffe schädigen, sonder jede Menge Collateralschäden anrichten. Denn meist würden die Attacken über kompromittierte Fremdrechner ausgeführt, gibt Schneier zu bedenken. Der IT-Security-Guru brachte das Thema während seines Vortrags an der Hacker-Konferenz BlackHat 2014zur Sprache. «Es ist zu einfach, hier Fehler zu machen und Unschuldige zu treffen», sagt er, zumal die Angreifer ihre Ursprungssysteme hinter einer Reihe von Proxies zu verschleiern verstehen. Genaue, aber langwierige forensische Untersuchungen seien notwendig, um die Quelle eine einer Cyberattacke zu eruieren. «Selbstjustiz funktioniert dagegen oft nicht zu gut», ergänzt Schneier. Wichtiger für angegriffene Firmen, sei es, schnell auf Attacken zu reagieren, um den Schaden zu minimieren, so Schneier, dessen neuster Brtchengeber genau in diesem neuen IT-Security-Feld tätig ist.


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