Schweizer Banken teilen ihre Teams auf

SNB bereitet sich vor

Nicht ins Detail will man bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) gehen: Momentan gingen die Aktivitäten der SNB sowohl an den verschiedenen Standorten in der Schweiz als auch in der Niederlassung Singapur «wie gewohnt weiter», betonte ein Sprecher der Notenbank. «Allerdings beobachtet und analysiert die SNB die Situation aufmerksam und bereitet sich auf jede mögliche Entwicklung vor.»
Eine Aufteilung «kritischer Teams» bestätigt etwa die liechtensteinische Vermögensverwalterin VP Bank, wo Mitarbeitende auf die Standorte Vaduz sowie Triesen aufgeteilt worden sind. Allgemein bleibt Julius Bär bezüglich der ergriffenen Massnahmen. Die Zürcher Privatbank habe ein «zentrales Business-Continuity-Team» eingesetzt, das Massnahmen weltweit koordinieren und umsetzen soll, sagte eine Sprecherin.

Retailbanken trennen Teams

Auch die Retailbanken haben die Dispositionen umgesetzt. Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) habe bereits im Februar eine «Pandemie-Task-Force» eingesetzt, erklärte ein Sprecher. Die grösste Schweizer Kantonalbank setzt dabei Massnahmen zum «Team-Splitting» um: Mitarbeitende von Teams, die kritische Geschäftsprozesse sicherstellten, arbeiteten räumlich getrennt in unterschiedlichen Gebäuden, bestätigte er.
Bei der Basler Kantonalbank (BKB) setze man auf die Förderung von Homeoffice und flexiblem Arbeiten wie auch auf «Split Operating»-Massnahmen, wie ein BKB-Sprecher mitteilte. Die Walliser Kantonalbank (BCVs) hat ebenfalls entsprechende Vorkehrungen ergriffen, wie am Mittwoch an der Bilanzmedienkonferenz zu erfahren war.
«Split Operations» für alle für den «Geschäftsbetrieb kritischen Teams» setzt auch Raiffeisen Schweiz um. «Die Mitglieder dieser Teams arbeiten in örtlich getrennten Büros oder im Home Office», hiess es in der Raiffeisen-Zentrale in St. Gallen. Die Massnahmen dürften zu zusätzlichen Kosten führen – Details wolle man nicht bekanntgeben, hiess es bei Raiffeisen.

Veranstaltungen abgesagt

Daneben schränken die Banken analog zu anderen Unternehmen die Geschäftsreisen drastisch ein; Reisen in besonders vom Coronavirus betroffene Gebiete sind dabei im Normalfall untersagt. Derweil würden interne Anlässe sowie Kundenanlässe wo möglich über Telefonkonferenzen oder auf digitalen Weg abgehalten oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, so der Tenor.
«Um unsere Kunden zu schützen haben wir sämtliche Kundenveranstaltungen bis auf Weiteres abgesagt», heisst es etwa bei der Basler Kantonalbank. Diejenigen Raiffeisenbanken, bei denen die Delegierten- respektive Generalversammlungen demnächst anstehen, hätten diese Versammlungen auf unbestimmte Zeit verschoben, hiess es bei Raiffeisen Schweiz.



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