05.05.2015, 11:41 Uhr

Ex-HP-Chefin will US-Präsidentin werden

Die ehemalige Chefin von Hewlett-Packard (HP), Carly Fiorina, bewirbt sich offiziell um die Präsidentschaft der USA.
Fiorina kündigte ihre Kandidatur ganz traditionell in der Fernsehsendung «Good Morning America» des US-Sender ABC und modern auch über Twitter an. Sie will für die republikanische Partei ins Weisse Haus einziehen.  Bis es soweit sein wird, muss sie erst das Nominationsverfahren der eigenen Partei gewinnen. Für die Republikaner bewerben sich nämlich noch die Senatoren Ted Cruz, Rand Paul und Marco Rubio um das US-Präsidentenamt. Gewinnt sie den Vorwahlkampf dürfte sie auf demokratischer Seite auf Hillary Clinton treffen, die in den Augen vieler Beobachter als Kandidatin des politischen Gegners feststeht. Ob Fiorinas Tätigkeit als HP-CEO zwischen 1999 und 2005 ihrer politischen Karriere dienlich sein wird, darf bezweifelt werden. Denn schon bei ihrer Bewerbung um einen Senatssitz für den US-Bundesstaat Kalifornien 2010 benutzte die Sitzinhaberin Barbara Boxer ihre Performance bei HP als Munition im Wahlkampf - mit Erfolg. Fiorina unterlag Boxer mit 46 Prozent. Während ihrer Zeit als HP-Chefin war Fiorina hauptverantwortlich für den umstrittenen Merger mit Compaq, den Walter Hewlett, Sohn von HP-Mitgründer William Hewlett, bekämpfte und Fiorina entthronen wollte. Nach weiteren Querelen mit dem Verwaltungsrat entliess dieser sie 2005.


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