11.06.2013, 10:34 Uhr

Haswell wird zu warm

Der jüngste Intel-Chip Haswell wird unter gewissen Umständen zu heiss, beklagen erste Hardware-Hersteller.
Intels Haswell wird es beim Arbeiten zu schnell zu warm
Intels Haswell-Chips erzeugen bei einer gewissen Spannung mehr Hitze als die Vorgänger-Prozessoren, die auf dem Ivy-Bridge-Design basieren. Dadurch sinkt die Leistungsfähigkeit der Halbleiter beträchtlich. Dies berichten Hardware-Tester und OEM-Partner von Intel. 
So erwähnt die britische PC-Zeitschrift PCPro vier PC-Hersteller aus Grossbritannien, die sich über zu heisse Haswell-Chips beklagt haben, aber namentlich nicht genannt werden wollen. Als Folge mussten sie die Taktraten ihrer Systeme verringern. Eine der genannten Firmen berichtete, dass «40 bis 50 Chips nicht mit mehr als 4,2 GHz getaktet werden durften, weil sie sonst zu hohe Spannungswerte und unsichere Temperaturen aufwiesen».
Eine weitere Firma behauptet laut PCPro, dass Haswell sogar bei regulärer Taktrate mehr Wärme erzeugt als der Vorgänger.
Frühe Tests von Hardware-Sites im Web kommen zu ähnlichen Ergebnissen. Die Xbit Labs haben beispielsweise den High-end-Prozessor Core i7-4770K aus der Haswell-Reihe unter die Lupe genommen und herausgefunden, dass «sogar eine kleine Steigerung der Spannung zu einer dramatischen Erhöhung der Temperatur der Rechen-Cores führt». Die Tester folgern daraus, «dass die Haswell-Mikroarchitektur nur bei tiefen Taktraten und unter tiefer Spannung energieeffizient ist».
Bei einer Übertaktung von 4,4 GHz ist die Temperatur laut Xbit sogar «alarmierend hoch», und dies trotz einem extra eingebauten Zusatzkühler. Darüber hinaus stellte Xbit fest, dass der Core i7-4770K bei normaler Taktrate, aber unter voller Last gut 30 Watt mehr verbrauche als der Core i7-3770K, ein Chip der Vorgängergeneration. Fazit: ein beträchtlicher Verlust an Energieeffizienz.
Xbit ist nicht allein mit seiner Analyse. PCPer und Tom's Hardware kamen zu ähnlichen Urteilen über Haswell.


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