21.04.2016, 16:24 Uhr

Zürcher Gemeinderat will WLAN für Asylsuchende

Asylsuchende in Zürich sollen in ihren Unterkünften kabellosen Internetzugang erhalten. Die SVP bezeichnet das Anliegen als «irrsinnig»
Asylsuchende in der Stadt Zürich sollen in ihren Unterkünften kabellosen Internetzugang erhalten. Der Zürcher Gemeinderat hat am Mittwoch ein AL-Postulat ( Alternative Liste) mit 99 Ja- zu 21 Nein-Stimmen überwiesen. Nur die SVP war dagegen. Die AL begründete ihre Forderung damit, dass viele auf der Flucht fast alles ausser dem Smartphone und der digitalen Identität verloren hätten. «Das Internet verbindet geflüchtete Menschen mit ihrer Heimat, mit ihren Freunden und Familien», schrieb die AL.
Zwar gäbe es in den meisten Asylunterkünften Computerplätze mit Internetzugang. Diese seien aber nicht immer zugänglich. Ein kabelloser Internetzugang würde Abhilfe schaffen. Deshalb solle der Stadtrat prüfen, wie die von der Asyl Organisation Zürich (AOZ) betriebenen Unterkünfte mit WLAN ausgestattet werden könnten.
Stadtrat Raphael Golta (SP) anerkannte das Bedürfnis nach Kommunikation und wies darauf hin, dass beispielsweise in der provisorischen Asylunterkunft in der Messehalle 9 in Oerlikon bereits WLAN installiert sei. Man könne zwar nicht alle Unterkünfte, beispielsweise Einzelwohnungen, ausrüsten, versuche aber, die Kommunikation zu ermöglichen. Der Stadtrat zeigte sich bereit, das Anliegen zu prüfen.
Die SP sprach von einer «guten Idee» und die CVP war bereit, sich für eine Umsetzung einzusetzen. Einzig die SVP äusserte sich dagegen und bezeichnete die Idee als «irrsinnig».


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