22.09.2017, 11:06 Uhr

Ransomware-Angriff kommt Unternehmen teuer zu stehen

Das aktuelle Ergebnis der Logistik-Firma FedEx zeigt eindrücklich, dass sich die Infektion mit einem Verschlüsselungstrojaner in grossem Masse auf die Geschäftszahlen auswirkt.
Die Rechner des europäischen Ablegers von TNT Express wurden mit dem Trojaner «NotPetya» infiziert
Im Sommer sorgten Hacker mit Cyber-Angriffen für ein riesiges Chaos. Die IT-Systeme zahlreicher Firmen wurden mit Verschlüsselungstrojanern infiziert, sodass diese unter Umständen einen grossen Datenverlust in Kauf nehmen mussten. Grosse Konzerne waren dabei teils sogar gezwungen, ihren Betrieb für einige Zeit zu unterbrechen, was zu grossen finanziellen Verlusten führte.
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Wie gross die Einbussen durch die Cyber-Angriffe ausfielen, lasse sich nun anhand von kürzlich publizierten Quartalszahlen beziffern, wie «ZDNet» berichtet. FedEx schreibt in seinem aktuellen Earnings-Report etwa, dass die Infektion mit dem Verschlüsselungstrojaner «NotPetya» beim Logistik-Unternehmen Kosten von rund 300 Millionen US-Dollar verursachte. Bei der Cyber-Attacke wurde der europäische Geschäftszweig der FedEx-Tochter TNT Express in Mitleidenschaft gezogen. In Kombination mit dem Wirbelsturm Harvey habe der Cyber-Angriff das operative Geschäft vor «signifikante Herausforderungen» gestellt, sagt FedEx-CEO Fred Smith.
Bei der Reederei Maersk liegt der durch Hacker verursachte Schaden in einem ähnlichen Bereich. Laut «Forbes» kostete er das Unternehmen zwischen 200 und 300 Millionen US-Dollar. Reckitt Benckiser, ein Hersteller von Reinigungsprodukten und Haushaltswaren, sagt seinen Einnahmen einen Rückgang von 100 Millionen Pfund voraus – die Systeme des britischen Unternehmens wurden im Juni ebenfalls von Cyber-Kriminellen kompromittiert.


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