27.09.2016, 11:33 Uhr

Avaloq soll Rechtsstreit in Deutschland bevorstehen

Avaloq soll ein Rechtsstreit mit einem wichtigen Kunden in Deutschland drohen, schreibt «insideparadeplatz». Die Expansionspläne laufen offenbar ohnehin nicht wie gewünscht, was einen allfälligen Börsengang erschweren könnte.
Avaloq soll vor einem Rechtsstreit mit einem ihrer wichtigsten Kunden stehen, berichtet das Portal insideparadeplatz. Zwar habe Avaloq letzte Woche noch dementiert, dass es rechtliche Probleme mit der BHF-Bank gebe, aber nun gebe sie zu, dass das Vorzeigeprojekt auf Eis gelegt worden sei, schreibt das Finanzportal. Im Gegensatz zu sonstigen Artikeln des Mediums wurde dieses Mal eine Stellungnahme Avaloqs publiziert, die die Behauptung stützt: «Aufgrund unterschiedlicher Vertragsauslegungen wurde die Implementation der Avaloq Banking Suite bei der BHF-Bank vorübergehend ausgesetzt, bis die offenen Punkte geklärt sind». Die Bank wollte den Fall nicht kommentieren. Problematisch sei der drohende Rechtsstreit für Avaloq, da man an die Börse möchte und es sich nicht leisten könne, bei der Auslandexpansion Rückschläge zu erleiden, schreibt «insideparadeplatz». Doch Avaloq würde mit ihrem Business Process Center in Berlin, wo offenbar die ganze Produktion für ihre Kunden abgewickelt wird, seit Beginn mit «riesigen Problemen» kämpfen. Dafür freilich hat «insideparadeplatz» keine Stellungnahme erhalten, dafür für die Behauptung, mit Julius Bär Deutschland könnte Avaloq aufgrund von Softwareproblemen einen zweiten Kunden in Deutschland verlieren: «Julius Bär Europe AG ist in einem ungekündigten Verhältnis mit uns». Noch diese Woche will Avaloq eine «weitere namhafte Bank im Deutschen Markt» als Kunden vermelden können.


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