08.05.2017, 10:45 Uhr

Acer bringt Convertibles mit Flüssigkühlung

Der taiwanesische Hersteller Acer hat für dieses Jahr eine ganze Reihe neuer Geräte vorgestellt und angekündigt. Darunter diverse Laptops und 2-in-1-Geräte für den Privat- und Gaming-Gebrauch, auch ein neues Wearable soll dieses Jahr noch auf den Markt kommen.
In New York stellte Acer an seiner Produkte-Präsentation eine Reihe neuer Geräte vor, die im Laufe dieses Jahres auf den Markt kommen werden. Einen Schwerpunkt in der Präsentation von Acer-CEO Jason Chen stellten zwei neue 2-in-1-Geräte dar. Mit diesen will der taiwanesische Hersteller seine Switch-Serie auffrischen. Das Switch 5 verfügt über ein 12-Zoll-Touch-Display, Intel-Prozessoren der siebten Generation, acht Gigabyte Arbeitsspeicher und einen bis zu 512 GB grossen SSD-Speicher. Für hübsche Darstellungen auf dem Bildschirm sorgt eine Intel HD 620. Neue Wege geht Acer bei der Kühlung des Geräts. Dort wird nicht auf einen herkömmlichen Lüfter, sondern seine sogenannte LiquidLoop-Flüssigkeitskühlung gesetzt. Sie soll den lautlosen Betrieb des Convertibles sicherstellen. Als stabil aber etwas fummelig, stellte sich im Hands-on der U-förmige Standfuss der Convertibles heraus. Besonders das Ausklappen erfordert etwas Kraft und Geschick. Steht das Gerät jedoch einmal, lässt sich der Neigewinkel sehr einfach einhändig justieren. Die abgespeckte Version, das Acer Switch 3, verfügt über vier GB RAM, Intel Pentium und Celeron Prozessoren sowie einen internen 64-GB-Speicher. Mit einer angeblichen Laufzeit von acht Stunden, macht der Akku des Switch 3 zwei Stunden früher schlapp als jener des Switch 5. Im Schweizer Handel soll das Switch-5-Convertible ab Juli für 999 Franken erhältlich sein, das abgespeckte Switch 3 bereits im Juni für 499 Franken. Nächste Seite: Ultrabook-Serie aktualisiert Aktualisierte Ultrabook-Serie Nicht neu erfunden aber aktualisiert hat Acer seine Ultrabook-Serie Swift. Das Einsteigermodell Swift 1 wurde komplett überarbeitet, künftig verfügt es nur noch über einen 13,3-Zoll- statt 14-Zoll-Bildschirm. Es ist mit vier Gigabyte RAM, Intel Pentium- oder Intel Celeron-Prozessor, USB-C-Anschluss sowie einem wahlweise 128 oder 256 GB grossen SSD-Speicher ausgestattet. Der Aluminium-Unibody erinnert visuell ziemlich an Apples MacBooks. Insgesamt bringt das Notebook 1,3 kg auf die Waage, der Hersteller sagt eine Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden voraus. Ein 14 Zoll grosses Swift-3-Notebook hatte Acer bisher bereits im Sortiment. Nun ergänzen die Taiwanesen die Swift-3-Produktelinie mit einem 15,6-Zoll-Gerät. Es beinhaltet Intel-Core-Prozessoren der siebten Generation sowie einen Arbeitsspeicher von wahlweise vier oder acht Gigabyte. Im Gegensatz zum Swift 1 kann die Intel-HD-Grafikkarte durch eine Nvidia-GeForce ersetzt werden. Der interne Speicher beträgt mit SSD-Ausrüstung 128, 256 oder 512 GB, mit Harddrive 500 GB, 1 TB oder 2 TB. Der Akku soll wie beim Einsteigermodell bis zu 10 Stunden halten. Mit 1,8 kg beim 14 Zöller und 2,2 kg beim 15,6 Zöller sind die beiden Swift 3 etwas schwerer als das Einsteigermodell. Beide Swift-Modelle unterstützen ausserdem Windows Hello und verfügen unter anderem über einen Fingerabdruckscanner sowie einen Blaulichtfilter. Beim voraussichtlichen Verkaufsstart im Juni soll das Swift 1 zu einem Preis von 449 Franken und das Swift 3 zu 699 Franken verkauft werden. Nächste Seite: Konkurrenz für Fitbit, Garmin und Co.? Konkurrenz für Fitbit, Garmin und Co.? Stolz stellte Acer-CEO Jason Chen am Event zudem das zweite Wearable des Unternehmens vor: den Activity-Tracker «Leap Ware». Analog zu Produkten von Fitbit, Garmin oder Jawbone zeichnet die Armbanduhr Herzfrequenz, Stresslevel, Ausdauer und weitere körperliche Daten auf. Anrufe, SMS, Mails oder Apps können auf Wunsch angezeigt werden, auch die Musikwiedergabe lässt sich gemäss Acer steuern. Die «Leap Ware» ist nach IPX7 wasserdicht. Duschen lässt sich also damit, zum Schwimmen ist die Uhr hingegen nicht geeignet. Acer gibt eine Akkulaufzeit von drei bis fünf Tagen an. In einem kurzen Hands-on nach der Produkte-Präsentation vermochte die Leap Ware nicht vollends zu überzeugen. Berührungen auf seinem 1,1 Zoll Farb-Touchscreen-LCD-Bildschirm mit Gorillaglas verarbeitete das Gerät nur gemächlich, auch die Menüführung wirkte auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig. Die Displays der ausgestellten Modelle waren zudem sehr dunkel und liessen sich im Sonnenlicht nicht gut ablesen. Positiv ist, dass sich das Armband mit Standard-20-Millimeter-Bänder austauschen lässt. In Deutschland soll der Activity-Tracker gemäss Computerbild im dritten Quartal für 139 Euro auf den Markt kommen. Wie es in der Schweiz mit Termin und Preis ausschaut, ist bislang noch unbekannt. Nächste Seite: eine 360-Grad-Kamera und die Augmented-Reality-Brille Eine 360-Grad-Kamera und die Augmented-Reality-Brille Bei der Produktentwicklung investierte Acer nicht nur Zeit in Notebooks, Wearables und Convertibles. Zwei weitere Neuheiten schafften es in die Präsentation von Jason Chen. Bei der Acer Holo 360 handelt es sich um eine 360-Grad-Kamera, die gleichzeitig Smartphone ist. Filme, die mit dem Gerät aufgezeichnet werden, können danach bearbeitet und dank WLAN- und LTE-Verbindung ohne Umweg hochgeladen werden. Details zu Kaufpreis und Verkaufsstart der Holo 360 gibt es aber noch keine. Acer zeigte an der Keynote auch seine Augmented-Reality-Brille «Hololens», die das Unternehmen bereits letztes Jahr ankündigte. In Zusammenarbeit mit Microsoft entwickelte Acer ein Headset, das – anders als die Geräte von HTC oder Oculus – ganz ohne externe Kameras auskommt. Stattdessen sind ein Gyroskop sowie Infrarot- und Beschleunigungssensoren für das Scannen der Umgebung zuständig. Seit März wird die Hololens an die ersten Entwickler ausgeliefert. Nächste Seite: Neue Gaming-Notebooks Ein Gaming-Notebook für unterwegs Immer wichtiger ist für Acer inzwischen schliesslich auch die Gaming-Sparte geworden – nicht zuletzt, weil das taiwanesische Unternehmen auch in diesem Jahr wieder die «League of Legends» E-Sports-Weltmeisterschaft sponsern wird, wie Acer-CEO Jason Chen an der Pressekonferenz bekannt gab. Es erstaunt darum nicht, dass sich Acers Produkteentwickler auf diesem Gebiet etwas Neues einfallen liessen. Das neue Gaming-Ultrabook Predator Triton 700 ermöglicht gemäss Jason Chen das Zocken im Zug oder auf Reisen. Beim Design legte Acer darum Wert auf Transportfähigkeit. So bringt das Gerät mit seinem 15,6-Zoll-Bildschirm gerade mal 2,6 kg auf die Waage. Im Innern befinden sich Intel-Core-Prozessoren der siebten Generation, eine Nvidia GeForce GTX-Grafikkarte sowie ein bis zu 32 GB grosser Arbeitsspeicher. Interessant ist zudem das Fenster aus Gorillaglas oberhalb der Tastatur. Es dient gleichzeitig als Sichtfenster auf das Kühlsystem und als Touchpad. Eine individuell programmierbare RGB-Hintergrundbeleuchtung der Tasten findet sich unter den weiteren Features. Visuell hebt sich das Triton-Notebook klar von der restlichen Gaming-Produktpalette ab. Während die Predator-Reihe in der Regel recht «ausserirdisch» gestaltet war, präsentiert sich das Triton in einem schlichten, schwarzen Aluminiumgehäuse. Das Gaming-Ultrabook soll voraussichtlich im August auf den Markt kommen und 3499 Franken kosten. Auch für Gamer mit kleinerem Budget hat Acer 2017 etwas in petto – das Predator Helios 300. Dieses Notebook ist mit Nvidia GeForce GTX 1050TI- oder 1060-Grafikkarte und Intel Core i7 oder i5 Prozessoren ausgestattet. Unterstützt wird die Rechenleistung durch einen 16-GB-Arbeitsspeicher, der auf bis zu 32 GB aufgestockt werden kann.  Mit 17,3 Zoll ist das Full-HD-IPS-Display etwas grösser als jenes des Triton 700. Auch das Helios verfügt über eine Vielzahl an Features, etwa die vorinstallierte PredatorSense-Software, mit der sich Systemfunktionen in Echtzeit steuern lassen. Das Gerät ist das erste der neuen Gaming-Notebook-Serie «Helios». Das Helios 300 soll ebenfalls ab August erhältlich sein, mit 1499 Franken schlägt es – im Vergleich zum Triton 700 – deutlich günstiger zu Buche. Disclaimer: Acer hat Computerworld zur Pressekonferenz in New York eingeladen und die Reisekosten übernommen.


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