Start-up-Förderung 24.08.2018, 13:59 Uhr

Six baut Zürcher Fintech-Schmiede aus

Der Finanzdienstleister Six will seine Zürcher Fintech-Schmiede «F10» ausbauen. Das Start-up-Labor bekommt mehr Platz und zusätzliche Inputs aus Brasilien, Österreich sowie Singapur.
Laut Andreas Iten sind durch das Gründer-Förderprogramm «F10» schon 220 Jobs entstanden
(Quelle: computerworld.ch )
Der Finanzdienstleister Six intensiviert seine Start-up-Förderung in der Schweiz. Dafür soll das Fintech-Labor an der Förrlibuckstrasse 10 (kurz: «F10») vergrössert werden. Weiter plant das Unternehmen zusätzliche Programmierwettbewerbe in internationalen Finanzzentren. Wie der F10-Mitgründer Andreas Iten an einem Anlass in Zürich sagte, sollen einerseits der Austausch in der Schweizer Finanzbranche gefördert und andererseits global Talente identifiziert werden.
Six plant, die Räumlichkeiten an der Förrlibuckstrasse 10 um Coworking Space zu erweitern. Anstatt bis anhin 500 sollen zukünftig 1000 Quadratmeter Arbeitsfläche genutzt werden können. Die Räume sind hauptsächlich für die vom F10-Programm geförderten Start-ups vorgesehen, sagte Iten. Weiter könnten aber auch Angestellte der F10-Förderer – darunter Baloise, Generali, Julius Bär, Raiffeisen und Zürcher Kantonalbank – auf der Etage arbeiten. Der Mitgründer verspricht sich von dem Engagement neue Impulse für die Schweizer Finanzbranche.
Zusätzliche Ideen für Finanzdienstleistungsprodukte will Six in Zukunft an Hackathons auf der ganzen Welt sammeln. Geplant sind Programmierwettbewerbe in Singapur (September), Wien (November) und São Paulo (Mai 2019). An dem Hackathon in Zürich will Six zusätzlich festhalten, sagte Iten. Der Anlass wird im März 2019 bereits zum fünften Mal stattfinden.

220 Arbeitsplätze entstanden

Über die bisherigen Ergebnisse der Fintech-Förderinitiativen von Six äusserte sich Iten sehr zufrieden. Den Fintech Incubator and Accelerator «F10» hätten bis anhin 41 Start-ups durchlaufen, durch die 220 neue Jobs entstanden wären. Die Jungunternehmen hätten 16,2 Millionen Franken Seed Funding erhalten. Den Firmenwert nach Programmabschluss bezifferte Iten mit zwischen fünf und acht Millionen Franken pro Start-up.
An dem Anlass in der Zürcher Limmat Hall am Donnerstag markierte für 13 Start-ups einen Wendepunkt in ihrer oftmals noch jungen Firmengeschichte. Alle haben das F10-Programm absolviert uns sollen nun auf eigenen Beinen stehen. Das gilt sowohl für die InsurTechs Anansi, Luminant Analytics und Safe Side, die Sicherheitsfirmen Basis ID und C2Sec, die Kreditplattformen DynaMetrics und Qard, den Finanzmanager eHyve, die Vertragsplattform Monday, Investment-Tool Susfinteq, den Wealth Manager Target Insights als auch den Private-Equity-Spezialisten Vestberry. Das Six-interne Start-up ThingsBy7 für computerassistiertes Einkaufen betritt demnächst den Heimmarkt Schweiz: Gemeinsam mit dem Elektrogeräte-Hersteller V-Zug haben die Gründer den Prototyp eines smarten Kühlschranks entwickelt. Er bestellt automatisch oder auf Knopfdruck fehlende Speisen für das Znacht nach.


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