15.02.2017, 15:08 Uhr

Mehrkosten beim Insieme-Nachfolgeprogramm Fiscal-IT

Auch beim Insieme-Nachfolger Fiscal-IT bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung wird der Kostenrahmen gesprengt. Laut der Verwaltung wird das IT-Projekt 26 Millionen Franken teurer als geplant.
BeimInformatik-Debakel Insieme gingen über 100 Millionen Franken verloren. Nun gibt es auch beim Nachfolgeprogramm Probleme: Fiscal-IT kostet gemäss einer Schätzung der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) 26 Millionen Franken mehr als geplant.
Das Parlament hatte dafür 85,2 Millionen Franken bewilligt. Bald wurde aber klar, dass das nicht ausreichen wrde. Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) warnte schon letzten Sommer vor Mehrkosten. Am Mittwoch erlaubte der Bundesrat dem Finanzdepartement, einen Nachtragskredit von 18 Millionen Franken zu beantragen. Nächstes Jahr werden weitere 8 Millionen zusätzlich fällig. Der Bundesrat gibt verschiedene Gründe für die Mehrkosten an. Zum Zeitpunkt der ursprünglichen Kostenschätzung im Jahr 2012 sei offen gewesen, mit welchen Technologien Fiscal-IT umgesetzt werde, heisst es in einer Mitteilung. Weil das System auf Technologien basiert, die in der Bundesverwaltung nicht etabliert sind, fallen Innovationskosten an. Weiter wurden die Kosten für die Integration der einzelnen Applikationen unterschätzt. Zudem wurden wegen neuer Aufgaben der ESTV, etwa im Zusammenhang mit dem automatischen Informationsaustausch, zusätzliche Applikationen nötig. Und schliesslich führten auch Verzögerungen im Projekt selber zu Mehrkosten. Der Bundesrat geht nun aber davon aus, dass die elektronischen Systeme der ESTV wie geplant bis Ende 2018 vollständig erneuert werden können. Er weist in der Mitteilung darauf hin, dass viele der insgesamt 29 Projekte von Fiscal-IT bereits umgesetzt sind. Zahlreiche Systeme sind bereits operativ.


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