«EPD-Projectathon» 30.04.2019, 10:35 Uhr

Elektronisches Patientendossier besteht Praxistests

In einem Test des Bundes konnten die Technologieanbieter für das elektronische Patientendossier ihre Lösungen im praxisnahen Einsatz prüfen. Laut der Swisscom verlief die Feuertaufe beim Telko «erfolgreich».
(Quelle: Pexels )
In rund einem Jahr geht in der Schweiz das elektronische Patientendossier (EPD) an den Start. In der ersten Aprilhälfte führte das Bundesamt für Gesundheit nun eine mehrtägige Testreihe, einen sogenannten Projectathon, durch, in der die Softwareanbieter ihre Lösungen im praxisnahen Einsatz prüfen konnten. Die Anbieter – unter ihnen auch die Swisscom – spielten dabei in neun Gruppentests unter anderem die Eröffnung eines EPD, den Zugriff auf Dokumente durch Patienten sowie die Einsicht einer Gesundheitseinrichtung in Dokumente von Patienten durch.
Bei der Swisscom verliefen diese Tests «erfolgreich», wie es in einer Mitteilung heisst. Das zuständige Team des Unternehmens habe dabei im Kontext der Autorisierung und Protokollierung sowie von Zugriffen auf Dokumente in einem EPD zusätzliche Einzeltests durchgeführt. Gemäss Thomas Bachofner, CEO von Swisscom Health, ist der Telko für die EPD-Einführung in einem Jahr deshalb «auf Kurs».

EPD funktioniert schweizweit «reibungslos»

Bereits im Februar hatte die Swisscom laut eigenen Angaben im Rahmen von Online-Test-Sessions EPD-Komponenten sowie -Transaktionen mit Mitbewerbern und der Referenzinfrastruktur des Bundes getestet, die schliesslich auch bei der Zertifizierung der EPD-Plattformen eingesetzt wird. Bei dem Live-Tests im Projectathon seien nun erstmals das reale EPD-System und die zugehörigen User Interfaces für Gesundheitsfachpersonen und Patienten intensiv geprüft worden.
Wie die Anbieterin in der Mitteilung schreibt, bleibt bis zur Einführung des EPD im April 2020 «noch einiges zu tun». Im Rahmen des EPD-Projectathons sei nun immerhin bereits gezeigt worden, dass ein «reibungsloses schweizweites Funktionieren des EPD möglich ist, dessen Technologie in verschiedenen Regionen von unterschiedlichen Herstellern stammt.» Der Telko stellt die Infrastruktur für die Betriebsgesellschaft Axsana bereit, die 13 Kantone abdeckt.


Das könnte Sie auch interessieren