23.02.2011, 11:05 Uhr

Swisscom verzichtet auf Strafgebühren

Wer aus einem laufenden Handyvertrag von Swisscom aussteigen will, muss künftig keine Strafgebühren mehr bezahlen.
Der Schweizer Telekomriese Swisscom will gemäss einer Meldung von AWP damit aufhören, wechselwillige Kundinnen und Kunden mit hohen Strafgebühren an sich zu binden. Die sogenannten Rollover-Verträge sollen noch in diesem Jahr abgeschafft werden. Dies sind Verträge, die sich nach Ablauf der Mindestvertragsdauer automatisch jeweils um ein Jahr verlängern und nur einmal jährlich spesenfrei gekündigt werden können. Swisscom bestätigte dem Online-Vergleichsdienst Comparis.ch das Vorhaben. Details, wann und wie Swisscom ihre Kundinnen und Kunden mit den neuen Vertragskonditionen beglücken will, sind aber noch nicht bekannt.
Bis anhin war es so, dass Kunden, die aus einem laufenden Handyvertrag aussteigen wollten, eine Strafgebühr von mehreren hundert Franken bezahlen mussten. Swisscom war vor zehn Jahren nämlich die erste Anbieterin, die diese Knebelverträge für Mobilfunk-Abos eingeführt hat. Sunrise und Orange zogen kurz darauf nach.
Auf Anfrage von Comparis.ch teilte Sunrise mit, dass man aktuell keine Pläne hinsichtlich einer Änderung der automatischen Vertragsverlängerung habe. Sunrise analysiere jedoch die Marktsituation und behalte sich eine Reaktion darauf zu einem späteren Zeitpunkt vor. Sunrise wendet im Gegensatz zu Swisscom bei Festnetz und Internet ebenfalls die Knebelvertragsklausel an.
Bei Orange tönt die Antwort ähnlich: Momentan sei keine Änderung geplant. Beyeler hofft, dass auch Sunrise und Orange bald ein Einsehen mit ihren Kundinnen und Kunden haben. Übrigens: Cablecom hat die Knebelverträge bei Festnetz, Internet und Digital-TV auf Anfang Jahr bereits abgeschafft.



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