22.11.2017, 14:48 Uhr

Protonmail verschlüsselt auch das Adressbuch

In der jüngsten Version hat der Schweizer Hochsicherheits-Webmail-Service Protonmail auch das Adressbuch verschlüsselt. Damit hat niemand ausser der User selbst Zugriff auf heikle Adressdaten.
Protonmail contacts: Die E-Mail-Adressen werden signiert, Zusatzinformationen werden mit Zero-Access-Verschlüsselung gesichert
Der in Genf beheimatete Anbieter von sicheren Webmail- und VPN-Diensten Protonmail hat Version 3.12 seines verschlüsselten E-Post-Service veröffentlicht. Was wie ein kleinerer Update aussieht, hat es allerdings in sich. Denn in der jüngsten Ausgabe bietet Protonmail auch ein verschlüsseltes Adressbuch an. Für den vollen Funktionsumfang von Protonmail Contacts müssen die Anwender eine der Bezahlversionen des Dienstes gewählt haben. Wie schon bei der Mailbox verwendet Protonmail bei den Kontakten sogenannte Zero-Access-Verschlüsselung. Das heisst, niemand ausser der Anwender selbst hat Zugriff auf die im Adressbuch gespeicherten Zusatzinformationen wie etwa Telefonnummern oder die Hausanschriften. Nicht einmal die Betreiberin selbst könne diese Informationen abrufen. Einzig die E-Mail-Adressen sind nicht im gleichen Masse abgesichert. schliesslich muss hier Protonmail wissen, wo sie die elektronische Post hinschicken soll.
Allerdings sind auch die Mail-Adressen im Protonmail-Adressbuch speziell geschützt. Sie werden nämlich standardmässig signiert. Sollte also ein Angreifer auf diesen Bereich Zugriff erhalten und eine Adresse abändern, erhält der Anwender eine Warnung. Das verschlüsselte Adressbuch lässt sich zudem importieren und exportieren. Somit können beispielsweise bestehende Adresssammlungen aus Gmail oder Outlook in Protonmail übernommen werden. Unterstützt werden dabei die Formate CSV und vCard. Die Import-Funktion steht übrigens auch den Anwendern des Gratis-Protonmail-Accounts zur Verfügung. Die importierten Daten lassen sich aber nach der Einfuhr nur beschränkt betrachten und nicht bearbeiten. Weitere Infos zum Update wie etwa neue Gestaltungsmöglichkeiten in Mails finden sich aufder Webseite der Genfer.


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